Promi-News: Nach Ausschreitungen: Le Pen legt in Umfrage für Präsidentschaft zu

In der ersten Umfrage zur Präsidentschaft nach den Unruhen legt die Rechtsnationale Le Pen zu. Doch noch ist unklar, wer für die anderen Parteien antritt – ein Verfahren könnte Le Pen noch ausbremsen.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Frankreichs Rechtsnationale Marine Le Pen hat in der ersten Wahlumfrage zur Präsidentschaft seit den Ausschreitungen vom Wochenende weiter zugelegt. In der neuen Ifop-Umfrage mit Blick auf die Wahl im kommenden Frühjahr erreicht Le Pen je nach Kandidatenkonstellation 34 bis 38 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang, wie die im Auftrag der Sender LCI und Sud Radio sowie der Zeitung "Le Figaro" erstellte Umfrage ergab.

Im Vergleich zur vorherigen Ifop-Umfrage gewann sie in vergleichbaren Szenarien ein bis zwei Prozentpunkte. Eine vor einer Woche noch vor den Ausschreitungen vorgelegte Odoxa-Umfrage sah die Spitzenpolitikerin des Rassemblement National (RN) ebenfalls je nach Konstellation bei 38 Prozent, weit vor allen anderen Kandidaten.

Le Pen fordert Durchgreifen gegen Randalierer

Le Pen hatte nach den Unruhen bei den Sozialprotesten am Wochenende ein härteres Durchgreifen der Behörden gefordert und von einer tiefgreifenden Vertrauens- und Autoritätskrise gesprochen. Für die Ausschreitungen machte sie die Regierung von Präsident Emmanuel Macron und die Einwanderungspolitik verantwortlich. Ob die Unruhen den Zuwachs in der Umfrage verursacht haben, lässt sich aus den Daten nicht ableiten, auch weil keine Fragen in Bezug auf die Ausschreitungen gestellt wurden.

Die Ifop-Umfrage sieht den Anführer von Frankreichs Linkspartei, Jean-Luc Mélenchon, in der ersten Wahlrunde auf Platz zwei mit 15 bis 20 Prozent. Dicht dahinter rangieren ähnlich stark der Bewerber der Sozialisten, Raphaël Glucksmann, sowie der Mitte-Politiker Édouard Philippe. Amtsinhaber Macron kann nicht mehr antreten.

Wer tritt gegen Le Pen an?

In der zweiten Wahlrunde sieht die jüngste Ifop-Umfrage Le Pen unabhängig vom Herausforderer in sämtlichen Szenarien vorne. Wie die Chancen stehen, dass die Tochter von Parteigründer Jean-Marie Le Pen im kommenden Frühjahr tatsächlich zur Präsidentin gewählt wird, hängt entscheidend auch davon ab, wer für die anderen politischen Lager ins Rennen geht. Diese aber haben sich, bis auf die Linkspartei und die Sozialisten, noch nicht klar sortiert.

Allerdings könnte Le Pen noch ihre im Juli bereits von einem Berufungsgericht bestätigte Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern einholen, gegen die sie Revision eingelegt hat. Je nachdem, wie schnell das Kassationsgericht darüber entscheidet, könnte der 58-Jährigen noch mitten im Wahlkampf das Tragen einer Fußfessel drohen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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