Nach Ausschreitungen: Frankreichs Gelbwesten wollen am Samstag erneut protestieren

Nach den schweren Ausschreitungen kündigen Frankreichs Gelbwesten für Samstag neue Proteste an. In Paris berät die Regierung zugleich über die Krise – und schließt eine Ausgangssperre nicht aus.

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Nach den schweren Ausschreitungen in Frankreich hat die Protestbewegung der Gelbwesten neue Demonstrationen für den kommenden Samstag angekündigt. Am 24. Oktober werde es einen "2. Akt" der Proteste geben, teilten die Organisatoren der Kundgebungen vom Wochenende auf ihrer Webseite mit. Demnach soll erneut in Dutzenden Orten demonstriert werden.

Der Protest der Gelbwesten gegen hohe Lebenshaltungskosten und soziale Ungerechtigkeit hatte Frankreich zwischen November 2018 und Frühjahr 2019 in Atem gehalten. Ihr Name geht darauf zurück, dass viele der Demonstranten gelbe Warnwesten trugen. Vor dem Protestwochenende hatte es den Aufruf gegeben, die Bewegung wiederzubeleben.

Krisensitzung der Regierung

In Paris kam die Regierung unterdessen zu einer erneuten Krisensitzung zusammen, um über die gegenwärtige Lage zu beraten. Im Anschluss wollte Premierminister Sébastien Lecornu sich äußern. "Wir müssen uns die Möglichkeit offenhalten, bei Bedarf eine Ausgangssperre zu verhängen", sagte der Minister für Stadtentwicklung und Wohnwesen, Vincent Jeanbrun, dem Sender BFMTV.

In Paris sei es nach erneuten Ausschreitungen am Sonntag auch in der Nacht wieder zu Plünderungen gekommen, sagte Bürgermeister Emmanuel Grégoire und sprach von "unerträglichen Szenen". "Es hatte nicht das Ausmaß wie am Samstag, aber es gab Gruppen von Plünderern, die sich auf mehrere Stadtteile verteilt haben", sagte Grégoire dem Sender France Inter. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez wurden gestern und in der Nacht in Paris 351 Menschen festgenommen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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