Dorothee Bär: "Sinnlos und ohne Inhalt" - CSU-Ministerin sorgt mit Gruß an Studierende für Empörung

Mit einem neuen Instagram-Video wollte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär allen Studierenden lediglich viel Erfolg für das neue Wintersemester wünschen. Doch nach ihrer Botschaft hagelte es massive Kritik an der CSU-Politikerin.

Von news.de-Redakteur - Uhr

CSU-Forschungsministerin Dorothee Bär wird für ein neues Instagram-Video heftig kritisiert. (Foto) Suche
CSU-Forschungsministerin Dorothee Bär wird für ein neues Instagram-Video heftig kritisiert. Bild: picture alliance/dpa | Thomas Banneyer
  • Dorothee Bär richtet sich auf Instagram an Studierende
  • Bundesforschungsministerin wünscht in ihrer Botschaft viel Erfolg für das neue Wintersemester
  • Daraufhin prasselt massive Kritik auf die CSU-Politikerin ein

Im Oktober beginnt an den deutschen Universitäten das neue Wintersemester. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär nutzte die Gelegenheit, um sich mit einer Botschaft auf Instagram an alle Studierenden zu wenden. Doch ihr neues Video kam bei vielen gar nicht gut an.

Dorothee Bär richtet sich mit neuem Instagram-Video an Studierende in Deutschland

"An alle, die gerade ins neue Semester starten und ganz besonders an die Erstis: Ganz viel Erfolg wünsche ich euch", sagt die CSU-Politikerin, während sie durch einen Flur läuft. "Und macht euch auch nicht verrückt, wenn es am Anfang noch nicht so läuft oder wenn ihr euch überlegt: Ist es das richtige Studium, ja oder nein? Studieren bedeutet auch mal etwas ausprobieren zu dürfen und Studium ist natürlich anders als Schule", so Bärs Appell. Auch auf ihre eigene Studienzeit blickt die Forschungsministerin zurück. Für sie sei es damals "die ganz große Freiheit" gewesen, "endlich mal nur sich auf die Fächer konzentrieren zu können, die wirklich die sogenannten Lieblingsfächer sind". Universität bedeute "neugierig sein dürfen, Fragen stellen, neue Erkenntnisse gewinnen, vor allem aber auch viele neue Freundschaften schließen". Zum Schluss des Clips wünscht sie den angehenden Akademikern "nicht nur viel Erfolg, sondern vor allem auch ganz viel Spaß, Freude an der Wissenschaft, spannende Erkenntnisse und eine großartige Studienzeit, wo man auch mal Party machen darf."

Kritik an CSU-Forschungsministerin: "Sparen Sie sich gern die warmen Worte"

Viele erinnern sich nun wohl aber auch daran, dass die Forschungsministerin erst vor wenigen Monaten die Situation von Studierenden in Deutschland als "sehr privilegiert" bezeichnet den Stopp einer geplanten BAföG-Erhöhung angekündigt hatte. So nannte beispielsweise Grünen-Politikerin Ricarda Lang Bärs Aussagen "realitätsfern".Auf Instagram prasselt jetzt wieder massive Kritik auf die CSU-Politikerin ein:

  • "Ich mache dann Party wenn ich nach meiner Arbeit nach meinen Vorlesungen ins Bett falle und noch Lernen muss. Aber verschleppt ruhig das BAföG und haltet Studierende systematisch in Armut"
  • "Das Studium war für sie die große Freiheit. Kann ich verstehen, wenn es von einer Stiftung bezahlt wurde. Die Freiheit der meisten Studenten sind eine miese Wohnungslage, finanzielle Nöte und dadurch hohe Belastung durch Jobs"
  • "Sparen Sie sich gern die warmen Worte, legen Sie lieber einen sachgerechten BAföG Entwurf vor. Das wäre ein Willkommen."
  • "Der Beitrag ist sinnlos und ohne Inhalt, aber die Kosten dafür zahlen wir alle und das Geld fehlt für die Bildung"
  • "Treten Sie zurück!"

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