Nobelpreise: Friedensnobelpreis für Pillay - scharfe Kritik aus Israel

Navi Pillay erhält den Friedensnobelpreis. Ein Gremium unter ihrer Leitung kam 2025 zu dem Schluss, Israel begehe Völkermord in Gaza. Israel wirft ihr vor, die "Dämonisierung Israels" voranzutreiben.

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / SimpLine

Israel hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay scharf kritisiert. Das Nobelpreiskomitee habe "die größte Lüge des 21. Jahrhunderts" belohnt, hieß es in einer Stellungnahme des israelischen Außenministeriums auf der Plattform X. Zuletzt leitete Pillay eine UN-Untersuchungskommission, die Israel 2025 Völkermord im Gazastreifen vorwarf. Israels Regierung weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Anschuldigung, sein Land begehe im Gazastreifen einen Völkermord, kürzlich als "größte Lüge des Jahrhunderts" bezeichnet. Israel spricht angesichts der heftigen internationalen Kritik am Vorgehen der israelischen Armee im Gaza-Krieg von Selbstverteidigung nach dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023. Israels Ansehen hat international großen Schaden genommen.

Von Israels Außenministerium hieß es weiter: "Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Pillay ist keine Würdigung der Gerechtigkeit. Es ist die groteske Instrumentalisierung einer Auszeichnung, um antiisraelischen Hass und Vorurteile zu legitimieren."

Israel warf der Preisträgerin zugleich vor, die "politisch motivierte Dämonisierung Israels" voranzutreiben. Der nationalsozialistische Propagandaminister Joseph Goebbels applaudiere "sicher aus der Hölle", hieß es in der Mitteilung weiter.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.