Berlin: Linke-Fraktionschef: Koçak vorerst nicht im Innenausschuss

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Koçak sorgt mit einem Chat mit einem Mitglied der Familie Remmo für Wirbel. Die Linken-Fraktion setzt nun auf Transparenz.

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Die Berliner Skyline an der Spree. Aktuelle News aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Rico Oder

Nach seinem Chatkontakt mit einem Mitglied der Berliner Großfamilie Remmo zieht sich der Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak zunächst aus der Öffentlichkeit und aus dem Innenausschuss des Bundestags zurück. Dies kündigte Linken-Co-Fraktionschef Sören Pellmann in Berlin an.

Es gehe darum, vollumfängliche Transparenz herzustellen, sagte Pellmann. Solange werde Koçak zunächst nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten und auch nicht mehr an Sitzungen des Innenausschusses teilnehmen, dessen Mitglied der Abgeordnete ist. "Wir glauben den Aussagen von Ferat Koçak, bis anderes gegebenenfalls zutage kommt", sagte Pellmann. Ob und welche Konsequenzen das Ganze haben wird, möchte die Linke "im Nachgang miteinander solidarisch besprechen", so Pellmann.

Koçak selbst hatte seinen Chatkontakt mit einem bekannten Mitglied der Familie Remmo als Fehler bezeichnet und um Entschuldigung gebeten. Bei seinem Gesprächspartner handelte es sich um einen Sohn von Issa Remmo, einem führenden Clan-Mitglied. Auf der Plattform X schrieb Koçak am Montagabend, dass ihm zunächst nicht bekannt gewesen sei, wer der Mann sei. Remmo hatte einen Screenshot der Unterhaltung bei Instagram hochgeladen.

Die arabischstämmige Remmo-Großfamilie kam in den 80er Jahren aus dem Libanon nach Berlin. Zu der Familie mit inzwischen mehreren Generationen sollen einige Hundert Menschen gehören. Einen Teil von ihnen ordnet die Polizei dem kriminellen Clanmilieu zu.

Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert. Auch die Partei Die Linke lehnt die Bezeichnung weitgehend ab.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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