Gesundheitssystem: Linnemann: Gesundheitswesen muss effizienter werden
Weniger Bürokratie, mehr Vertrauen: Bundesgesundheitsminister Linnemann setzt auf Reformen für ein effizienteres Gesundheitssystem.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat für weniger Bürokratie in den Krankenhäusern geworben. Beim Krankenhausgipfel der Deutschen Krankenhausgesellschaft in Berlin sagte Linnemann, er unterstütze die Forderungen der Krankenhäuser nach mehr Vertrauen sowie nach weniger Bürokratie "vollumfänglich".
"Es kann doch nicht sein, dass die überbordende Bürokratie nichts anderes ist als ein Misstrauensvotum gegenüber dem Handeln der einzelnen Personen im Krankenhauswesen. Und da müssen wir raus", sagte Linnemann. Nötig sei ein Wandel von einer Misstrauens- zu einer Vertrauenskultur.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert, Vorgaben zur Qualitätssicherung daraufhin zu überprüfen, ob sie die Versorgung tatsächlich verbessern oder nur zusätzlichen Dokumentationsaufwand verursachen. Das geht aus einer Mitteilung des Verbands hervor. "Wir haben immer neue Qualitätssicherungsinstrumente geschaffen, aber praktisch nie alte wieder abgeschafft. So entsteht ein System, in dem immer mehr Zeit darauf verwendet wird, Qualität zu dokumentieren, anstatt die Versorgung zu verbessern", sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß.
Mehr Effizienz durch Strukturreformen
Gute medizinische Versorgung und Bezahlbarkeit seien kein Gegensatz, sagte Linnemann. Wer beides gewährleisten wolle, müsse das Gesundheitssystem effizienter machen. Dafür müssten Strukturen reformiert, Bürokratie abgebaut und Abläufe digitalisiert werden. Zeit und Geld müssten dort ankommen, "wo behandelt, gepflegt und geheilt wird". Es sei aber "extrem wichtig, dass wir deutlich machen, warum wir das alles machen".
Linnemann verteidigte zugleich den eingeschlagenen Kurs der Krankenhausreform. Diese habe gezeigt, dass sich durch Steuerung, Konzentration und Spezialisierung viel erreichen lasse. Der Umbau werde allerdings mehrere Jahre dauern. Nun müssten unter anderem Entscheidungen darüber getroffen werden, welche Krankenhäuser künftig als sektorübergreifende Versorgungseinrichtungen arbeiten und welche Leistungsgruppen ihnen zugewiesen würden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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