Berlin: Gysi: Wahlsieg der Linken "ist eine historische Zäsur"
Gregor Gysi ist Urgestein der Linken. Er hätte das Ergebnis seiner Partei in der Berlin früher nicht für möglich gehalten und sagt, was er jetzt von seiner Partei erwartet.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Linken-Politiker Gregor Gysi fordert von seiner Partei nach dem Wahlsieg in Berlin ein Bekenntnis zur Gesamtverantwortung in der Stadt. Wer stärkste Kraft in einer Stadt sei, dürfe nicht nur die Interessen der eigenen Wählerinnen und Wähler vertreten, sagte Gysi in der ARD. Das sei der Unterschied zur Oppositionsrolle.
"Was wir heute erleben, ist eine historische Zäsur", sagte Gysi. "Wenn ich das 1990 prognostiziert hätte, wäre mir eine geschlossene Einrichtung empfohlen worden, da hätte ich mich auch hinbegeben. So sehr hat sich Berlin verändert, so sehr hat sich aber auch die Linke verändert."
Zur heftig umstrittenen Frage der von der Linken geforderten Enteignung von Wohnungen in der Hauptstadt sagte er, es gehe um Vergesellschaftung, wie sie im Grundgesetz in Artikel 15 geregelt sei.
Er sagte: "Ich glaube, dass das ein Volksentscheid entscheiden wird. Und dann müssen alle sich nach dem Mehrheitswillen richten. Wenn die Mehrheit dagegen ist, müssen wir das schlucken. Wenn die Mehrheit dafür ist, müssen die anderen das schlucken."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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