Nahost: Israel und Marokko wollen Beziehungen weiter aufwerten

Im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen begann Marokko 2020, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Nun einigen sich die Außenminister beider Länder auf die Umsetzung konkreter Schritte.

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Israel und Marokko wollen erstmals seit der Wiederaufnahme ihrer Beziehungen Botschafter in ihre jeweiligen Hauptstädte entsenden. Die bisherigen Verbindungsbüros in beiden Ländern sollen entsprechend zu vollwertigen Botschaften aufgewertet werden, wie der israelische Außenminister Gideon Saar nach einem trilateralen Treffen mit den USA in New York auf der Plattform X bekanntgab. Marokko war eines von vier arabischen Ländern, die 2020 im Rahmen der von den USA vermittelten Abraham-Abkommen Schritte zur Normalisierung der Beziehung zu Israel unternahmen.

Die Eröffnung regulärer Botschaften war bereits 2020 als Ziel der Normalisierung vorgesehen. Die in New York getroffene Vereinbarung sieht nun die Umsetzung dieses Vorhabens vor. Laut einer von der US-Mission bei den Vereinten Nationen veröffentlichten gemeinsamen Erklärung ist zudem die Wiederaufnahme von Direktflügen zwischen Marokko und Israel – einschließlich solcher durch israelische und marokkanische Fluggesellschaften – noch vor Jahresende geplant. Beide Länder wollen ferner bis Jahresende Abkommen zum Investitionsschutz und zur Vermeidung von Doppelbesteuerung treffen.

Israels Außenminister: großes Potenzial in Beziehungen zu Marokko

"Die Beziehungen zwischen Israel und Marokko sind wichtig und bergen großes Potenzial für unsere beiden Völker. Wir danken unseren amerikanischen Freunden für ihren wichtigen Beitrag zu deren Stärkung", schrieb Außenminister Saar nach dem Treffen mit seinem marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita und dem US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz.

Im Zuge der Abraham-Abkommen hatten neben Marokko auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und der Sudan begonnen, ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Die Verträge waren ein Meilenstein – brachen sie doch mit dem Grundsatz, vor einer Annäherung an Israel müsse dessen Konflikt mit den Palästinensern gelöst werden. Im Gegenzug erkannten die USA und Israel Marokkos Anspruch auf die Westsahara an. Beide Verbündeten bekräftigten nun diese Position. Der Status der Westsahara ist international umstritten. Das diplomatische Gewicht verschiebt sich aber zunehmend zugunsten Marokkos.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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