UN-Vollversammlung: Berichte: USA verweigern Palästinenserpräsident Visum für UN-Treffen
Bereits im vergangenen Jahr gaben die USA Palästinenserpräsident Abbas kein Visum für die Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Nun verkünden sie erneut Visa-Sanktionen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Die US-Regierung hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas einem Bericht zufolge kurz vor der UN-Vollversammlung in New York erneut eine Einreisegenehmigung verweigert. Das berichtete unter anderem die "Times of Israel" unter Berufung auf US-amerikanische und palästinensische Beamte.
Dem US-Außenministerium zufolge verlängerten die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen die Erteilung von Visa an Repräsentanten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) sowie an Mitglieder der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Konkrete Namen betroffener Personen nannte das Ministerium allerdings auch auf Anfrage nicht.
Ausgenommen von den Visa-Einschränkungen ist demnach die offizielle Vertretung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) bei den Vereinten Nationen. Diese hat nur einen Beobachterstatus und ist kein volles UN-Mitglied.
Nicht das erste Mal
Bereits im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung Abbas wenige Wochen vor der damaligen UN-Vollversammlung mit Visa-Sanktionen belegt.
Abbas ist der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde, die Teile des Westjordanlandes verwaltet. Die PLO ist die offizielle Vertretung des palästinensischen Volkes auf internationaler Ebene. Die islamistische Hamas im Gazastreifen gehört weder zur PLO noch zur Autonomiebehörde.
In der Amtszeit von Trumps demokratischem Vorgänger Joe Biden und auch während Trumps erster Präsidentschaft hatte Abbas während der Generalversammlung immer Reden vor den Vereinten Nationen halten können.
Auch im vergangenen Jahr sprach er dort trotz des verwehrten Visums - allerdings virtuell zugeschaltet per Video. Dies wird nach Informationen der "Times of Israel" von palästinensischer Seite nun erneut angestrebt.
Abbas' Rede bei der UN-Generaldebatte ist bislang für kommenden Donnerstag geplant - genau wie jene von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
- Donald Trump: Trump droht EU wegen geplanter Annäherung an Kanada
- Eilmeldung: US-Kongress beschließt Gesetz für Russland-Sanktionen
- Bundestag: Nouripour über Spahn: "Er muss ja was arbeiten"
- Friedrich Merz News: Frei tritt Zweifeln an Positionierung für Merz entgegen
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.