Donald Trump: US-Präsident zieht kuriose Schlussfolgerung und ignoriert bittere Wahrheit

Donald Trump ist sich sicher: Die Frauen lieben ihn. Dumm nur, dass ein Blick auf die aktuellen Umfragen ein ganz anderes Bild zeigt. Tatsächlich befindet sich Donald Trump bei den Wählerinnen im Sturzflug.

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Donald Trump ist der Meinung, die Frauen würden ihn lieben. Doch aktuelle Umfragen zeichnen ein anderes Bild. (Foto) Suche
Donald Trump ist der Meinung, die Frauen würden ihn lieben. Doch aktuelle Umfragen zeichnen ein anderes Bild. Bild: picture alliance:dpa:AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump blamiert sich mit peinlicher Frauen-Aussage
  • US-Präsident überzeugt: Frauen lieben ihn
  • Donald Trump zieht falsche Schlussfolgerung und übersieht Wahrheit
  • Umfragen belegen: Weibliche Wähler wenden sich von Trump ab

Donald Trump, der kürzlich mit einem völlig absurden Vorschlag für Schlagzeilen sorgte, meint, genau zu wissen, was Frauen von ihm halten. Der US-Präsident ist der Ansicht, dass er von den Damen geliebt wird. Zumindest posaunte er das am Sonntag (6. September) auf der von ihm mitbegründeten Plattform Truth Social in die Welt hinaus. Doch wie er zu dieser Erkenntnis gekommen ist, überrascht dann doch. Denn seine Schlussfolgerung ist nicht nur fragwürdig, sondern in Anbetracht aktueller Umfrage-Ergebnisse auch schlichtweg falsch. Was war passiert?

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Donald Trump blamiert sich mit peinlicher Frauen-Aussage

Donald Trump hatte auf Truth Social einen Artikel der konservativen Nachrichtenseite "Just the News" geteilt, der auf Arbeitsmarktdaten des Bureau of Labor Statistics basiert. Die Zahlen, die ursprünglich von Mike Konczal vom Economic Security Project ausgewertet wurden, zeigen, dass in den USA seit Dezember rund 765.000 neue Jobs für Frauen entstanden sind, während die Beschäftigung bei Männern im selben Zeitraum sogar leicht zurückgegangen ist. Trumps blauäugige Schlussfolgerung: "Kein Wunder, dass sie mich mögen!"

Donald Trump zieht falsche Schlussfolgerung und übersieht Wahrheit

Doch das Problem an Trumps Selbsteinschätzung sind die aktuellen Umfragen. Denn die zeichnen ein völlig anderes Bild. Wie "The Daily Beast" berichtet, befindet sich die Beliebtheit des US-Präsidenten bei Wählerinnen derzeit im freien Fall. Heißt: Die Arbeitsmarktdaten mögen positiv sein, doch die Stimmung unter den amerikanischen Frauen ist es ganz offensichtlich nicht.

Umfragen belegen: Weibliche Wähler wenden sich von Donald Trump ab

Laut den monatlichen Befragungen von ActiVote ist Donald Trumps Netto-Zustimmung unter Wählerinnen zwischen Juni und August von minus 16 auf minus 30 abgestürzt – ein kontinuierlicher Abwärtstrend über drei aufeinanderfolgende Erhebungen hinweg. Eine YouGov-Umfrage vom 31. August bestätigt den Negativtrend ebenfalls. Nur noch 33,9 Prozent der befragten Frauen bewerteten Trumps Amtsführung positiv. Noch im Januar 2025 lag dieser Wert bei 42,6 Prozent – ein Rückgang um fast neun Prozentpunkte innerhalb weniger Monate.

Noch düsterer fällt das Ergebnis einer nationalen Befragung von Bellwether Research and Consulting aus, durchgeführt von der auf weibliche Wählerschaft spezialisierten Forscherin Christine Matthews. Dort erreichte Trump bei Frauen gerade einmal 32 Prozent Zustimmung. Besonders alarmierend: Jede vierte Frau, die 2024 noch für ihn gestimmt hatte, ist mittlerweile unzufrieden mit seiner Arbeit.

Wählerinnen kehren Donald Trump den Rücken

Die Gründe für den Stimmungsumschwung sind dabei besonders brisant. In der Bellwether-Umfrage nannten 38 Prozent der befragten Frauen Wirtschaftslage und Lebenshaltungskosten als drängendste Herausforderung des Landes. Viele derjenigen, die Donald Trump aktuell den Rücken kehren, hatten ihn 2024 genau wegen dieser Themen gewählt. Die Inflation und steigende Preise, die der Republikaner als Kandidat zu bekämpfen versprach, treiben seine einstigen Unterstützerinnen nun von ihm weg.

Hinzu kommt ein Enthusiasmus-Gefälle, das den Republikanern Sorgen bereiten dürfte: Laut Matthews zeigen demokratische Wählerinnen derzeit deutlich mehr Motivation, tatsächlich zur Wahl zu gehen, als ihre republikanischen Pendants.

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