Annalena Baerbock: "Kritik muss erlaubt sein" - Constantin Schreiber teilt gegen Baerbock aus
Annalena Baerbocks neuer Job an der Columbia University sorgt weiter für Wirbel. Jetzt schaltet sich Journalist Constantin Schreiber ein und findet deutliche Worte für die ehemalige Außenministerin. Kritik an Baerbock sei nicht automatisch frauenfeindlich – dafür bekommt er im Netz Zustimmung, aber auch heftigen Gegenwind.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Schreiber verteidigt seine Kritik an Annalena Baerbock
- Ihr neuer Job an der Columbia University wirft für ihn Fragen auf
- Im Netz bekommt der Journalist Lob – aber auch heftigen Widerspruch
Die Debatte um Annalena Baerbocks nächsten Karriereschritt reißt nicht ab. Nachdem bekannt wurde, dass die ehemalige Außenministerin nach ihrem Einsatz bei den Vereinten Nationen an die New Yorker Columbia University wechselt, hagelte es Spott und Kritik. Baerbock soll dort als "Professor of Professional Practice" tätig werden und das Masterprogramm "Global Leadership" mitbetreuen.
Jetzt legt Journalist Constantin Schreiber nach. In einem aktuellen Video und einem begleitenden Beitrag setzt er sich mit der Kritik an Baerbock auseinander – und macht dabei eine klare Ansage: Nicht jede kritische Äußerung über die ehemalige Außenministerin sei automatisch frauenfeindlich.
Constantin Schreiber mit deutlichen Worten über Annalena Baerbock
Zunächst räumt Schreiber ein, dass manche Kommentare über Baerbock "gehässig, polemisch, abwertend" seien. Daraus dürfe jedoch nicht der Schluss gezogen werden, jede kritische Bewertung ihrer politischen Arbeit sei sexistisch.
"Nein, Kritik an Annalena Baerbock ist nicht automatisch frauenfeindlich. Dieses Argument finde ich inzwischen fast genauso ermüdend wie manche ihrer Versprecher", erklärt der Journalist.
Seine Haltung: Politikerinnen müssten sich ebenso wie ihre männlichen Kollegen an ihrer Arbeit messen lassen. "Eine Politikerin wird nicht dadurch vor Kritik geschützt, dass sie eine Frau ist", stellt Schreiber klar.
Dabei verweist er unter anderem auf Baerbocks Lebenslauf, die Plagiatsvorwürfe rund um ihr Buch und umstrittene öffentliche Auftritte. Für ihn gehe es nicht um ihr Geschlecht, sondern um die Bewertung ihrer politischen Leistung.
Schreiber stellt Baerbocks neuen Uni-Job infrage
Besonders deutlich wird der Journalist an anderer Stelle: "Baerbock ist für mich nicht peinlich, weil sie eine Frau ist. Sie wäre mit exakt derselben politischen Bilanz, denselben Auftritten und denselben Aussagen auch als Mann peinlich. Das Geschlecht ist hier vollkommen uninteressant."
Stattdessen komme es für ihn auf Kompetenz, Sorgfalt und Selbstkritik an. Gerade angesichts Baerbocks künftiger Tätigkeit im Bereich "Global Leadership" stellt Schreiber zudem die Frage, ob zwischen dem Anspruch der neuen Aufgabe und ihrer eigenen politischen Bilanz "möglicherweise eine kleine Lücke" klaffe.
Damit nimmt er nicht nur die Person Baerbock ins Visier, sondern stellt auch die Frage nach der passenden Qualifikation für ihre neue akademische Aufgabe.
Constantin Schreiber bekommt Lob – und heftigen Gegenwind
Sein Beitrag sorgt auf Instagram für ein geteiltes Echo. Einige Nutzer begrüßen Schreibers Einordnung und loben ihn für seine vermeintlich sachliche Haltung. Ein Nutzer schreibt: "Sehr sachlich und richtig auf den Punkt gebracht. Danke."
Andere sehen die Sache völlig anders und gehen mit dem Journalisten hart ins Gericht. Ein Nutzer wirft ihm eine "einseitige Darstellung" vor und fordert: "Bitte erfüllen Sie den Anspruch an ordentlichen Journalismus und stellen Sie keine Hypothesen in den Raum, ohne sie durch Argumente zu belegen."
Damit dürfte die Debatte um Baerbocks neuen Job und die Kritik an ihrer politischen Bilanz weitergehen.
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sba/ife/news.de
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