Lars Klingbeil: Zuckersteuer sogar auf Cola Zero - Finanzministerium bittet die Deutschen zur Kasse

Die Bundesregierung plant bei der angekündigten Zuckersteuer einen deutlich größeren Wurf als bislang bekannt. Wie aus einem Papier des Finanzministeriums hervorgeht, soll die neue Abgabe weit über klassische Limonaden hinausgehen. Diese Produkte sind von der Zuckersteuer betroffen.

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Lars Klingbeil bittet die Deutschen zur Kasse. (Foto) Suche
Lars Klingbeil bittet die Deutschen zur Kasse. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller
  • Lars Klingbeil bittet die Deutschen zur Kasse
  • Finanzministerium plant deutlich umfassendere Zuckersteuer
  • Zuckersteuer soll bereits 2027 eingeführt werden
  • Auch Cola Zero - diese Produkte sind von der Zuckersteuer betroffen

Selbst wer zur zuckerfreien Cola Zero greift, soll künftig Zuckersteuer zahlen – so sieht es ein brisantes Papier aus dem Finanzministerium vor, das die Pläne der Bundesregierung in völlig neuem Licht erscheinen lässt. Wie die "Bild" aktuell berichtet, sollen auch Fruchtsäfte, Eistees, Milchmischgetränke und sogar komplett zuckerfreie Produkte von der geplanten Zuckersteuer betroffen sein.

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Lars Klingbeil bittet die Deutschen zur Kasse - Zuckersteuer kommt bereits 2027

Darüber hinaus wird der Starttermin der Zuckersteuer laut "Bild" um ein Jahr auf 2027 vorgezogen. Ursprünglich hatte die schwarz-rote Koalition die Einführung erst für 2028 vorgesehen. Die Bundesregierung verfolgt mit der Abgabe nach eigener Darstellung zwei zentrale Ziele: Zum einen soll der übermäßige Zuckerkonsum in der Bevölkerung eingedämmt werden. Zum anderen dient die Steuer dazu, zusätzliche Mittel für den Bundeshaushalt zu generieren.

Auch Cola Zero - diese Produkte sind von der Zuckersteuer betroffen

Laut dem Papier aus dem Finanzministerium geht die Liste der betroffenen Produkte weit über zuckerhaltige Softdrinks hinaus. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will demnach auch folgende Produkte mit der Zuckersteuer belegen:

  • Fruchtsäfte
  • Eistees
  • Biermischgetränke
  • Fertigkaffees
  • Milchgetränke

Besonders brisant: Selbst Getränke, die ausschließlich Süßstoffe statt Zucker enthalten, sollen von der neuen Abgabe betroffen sein. Produkte wie Cola Zero wären damit ebenfalls steuerpflichtig – obwohl sie gar keinen Zucker beinhalten. Damit fällt der Kreis der betroffenen Getränke erheblich größer aus, als es die Koalition bei der ursprünglichen Ankündigung hatte erkennen lassen.

Lars Klingbeil kann Einnahmen aus Zuckersteuer frei verwenden

Auch bei der Verwendung der Einnahmen aus der Zuckersteuer gibt es laut "Bild" eine Kehrtwende. Anfangs war eine zweckgebundene Abgabe vorgesehen, deren Erlöse direkt zur Stabilisierung des Gesundheitssystems hätten beitragen sollen. Stattdessen handelt es sich nun um eine allgemeine Steuer. Finanzminister Klingbeil hätte damit freie Hand, das Geld auch für völlig andere Zwecke einzusetzen.

Zuckergehalt bestimmt die Höhe der Zuckersteuer

Bei der konkreten Berechnung orientiert sich die Abgabe am Zuckergehalt des jeweiligen Getränks. Ab einem Schwellenwert von 4,5 Gramm Zucker pro Portion wird die Steuer fällig. Je höher der Zuckeranteil, desto stärker fällt die Belastung aus. Dass dennoch auch zuckerfreie Getränke mit Süßstoffen erfasst werden sollen, wirft allerdings Fragen zur Konsistenz dieser Begründung auf.

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