JD Vance: Abfuhr für den Trump-Vize - diese Vance-Demütigung ist nicht zu übersehen

Es sieht nach einer dicken Blamage für JD Vance aus: In seiner Heimatstadt Middletown, Ohio, hat offenbar niemand sein neues Buch gelesen. Dabei hatte Trump-Vize doch extra markante Orte in das Werk eingebracht.

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In seiner Heimatstadt hat JD Vance kein leichtes Spiel. (Foto) Suche
In seiner Heimatstadt hat JD Vance kein leichtes Spiel. Bild: picture alliance/dpa/Pool Getty/AP | Win McNamee
  • JD Vance gedemütigt in Heimatstadt
  • JD Vance stößt auf kein Interesse
  • JD Vance: Schweigen auf den Straßen von Middletown

Wenn ein US-Vizepräsident ein neues Buch veröffentlicht, darf man in seiner Heimatstadt eigentlich mit einem gewissen Stolz rechnen - oder zumindest mit Neugier. Nicht so in Middletown, Ohio. JD Vances im Juni erschienenes Werk "Communion: Finding My Way Back to Faith", in dem er seine Rückkehr zum katholischen Glauben schildert, ist dort auf bemerkenswerte Gleichgültigkeit gestoßen.

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JD Vance gedemütigt in Heimatstadt: Kein Priester und kein Stadtrat haben das Buch gelesen

Wie der "Guardian" berichtete, hat weder ein Mitglied des Stadtrats das Buch gelesen, noch lokale Geistliche - und offizielle Pläne, die Veröffentlichung in irgendeiner Form zu würdigen, gibt es schlicht nicht. Selbst in der örtlichen Bibliothek war kein Exemplar zu finden. Das Werk hatte bereits bei professionellen wie auch bei Hobby-Kritikern teils vernichtende Rezensionen kassiert. In Vances Heimat scheint es allerdings nicht einmal für Empörung zu reichen - sondern nur für Achselzucken.

Ein katholischer Geistlicher, der über Jahrzehnte in Middletown tätig war, fand gegenüber dem "Guardian" deutliche Worte.

  • "Ich habe 'Communion' weder gelesen noch auch nur ein Exemplar gesehen", erklärte er. "Bisher habe ich niemanden gefunden, der es gelesen hat." Einige Bewohner hätten immerhin die Rezensionen verfolgt. "Die Leute haben offensichtlich ihre Meinungen über JD."

Stadtratsmitglied Joe Mulligan räumte ein, das Buch ebenfalls nicht gelesen zu haben - kündigte aber an, dies "bald" nachholen zu wollen. Pläne der Stadt, die Buchveröffentlichung offiziell anzuerkennen oder gar zu feiern, existieren laut seinem Bekunden nicht. Immerhin in der städtischen Bibliothek von Middletown gehöre das Werk zu den beliebtesten, erklärte eine Mitarbeiterin dem Bericht zufolge.

JD Vance stößt auf kein Interesse

Besonders bezeichnend ist die Reaktion von Carol's Speakeasy, einer Kneipe in Middletown, die Vance in seinem Buch ausdrücklich erwähnt. Offenbar war der Laden zu seinen Studienzeiten ein beliebter Anlaufpunkt. Doch als der "Guardian" dort anrief, zeigte sich: Die Erwähnung im Buch eines amtierenden US-Vizepräsidenten war dort schlicht niemandem aufgefallen.

Ein Manager, der ans Telefon ging, erklärte, das Buch weder gelesen zu haben noch dies vorzuhaben. Mehr noch: Ihm war nicht einmal bekannt, dass die Bar in "Communion" überhaupt vorkommt. Von einem möglichen Marketingeffekt durch die prominente Nennung - keine Spur. Wo andere Lokale eine solche Erwähnung vermutlich an die Wand rahmen würden, herrscht in Carol's Speakeasy demonstratives Desinteresse.

JD Vance: Schweigen auf den Straßen von Middletown

Nicht nur Geistliche, Politiker und Kneipenbetreiber zeigen sich unbeeindruckt - auch unter der allgemeinen Bevölkerung von Middletown hat das Buch offenbar keinen Nerv getroffen. Viele Einwohner sind dem Bericht zufolge merklich zurückhaltend, wenn es darum geht, sich öffentlich über JD Vance oder seine Schriften zu äußern. Auf den Straßen der Stadt herrsche ein spürbares Unbehagen, sobald das Gespräch auf Vance kommt, urteilt der "Guardian".

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