Karoline Leavitt: Donald-Trump-Sprecherin schwindelt ohne rot zu werden - und löst Empörung aus
Donald Trump nimmt's mit der Wahrheit bekanntlich nicht immer allzu genau - die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, scheint sich daran ein leuchtendes Vorbild zu nehmen und lügt im Live-TV, das sich die Balken biegen.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald-Trump-Sprecherin lügt vor laufender Kamera, ohne rot zu werden
- Karoline Leavitt prahlt mit Trumps Wirtschaftswunder - doch die Fakten sprechen eine andere Sprache
- "Sie halten uns alle für Idioten!" Leavitt-Lügen sorgen für Welle der Empörung
Wer die Verlautbarungen von Donald Trump in den Medien verfolgt, wird feststellen, dass es der US-Präsident mit der Wahrheit nicht immer allzu genau nimmt. Allerdings ist es nicht nur Trump selbst, der auch bei gegensätzlicher Faktenlage gerne lügt, bis sich die Balken biegen - auch im unmittelbaren Umfeld des US-Präsidenten wird ohne rot zu werden geflunkert, wie ein aktueller Auftritt von Karoline Leavitt, der Pressesprecherin des Weißen Hauses, verdeutlicht.
Karoline Leavitt lügt, ohne rot zu werden vor laufender Kamera
Wenige von Karoline Leavitt am Abend des 10. August 2026 geäußerte Worte genügten, um heftige Gegenreaktionen auszulösen. Donald Trumps Sprecherin stellte in der Sendung von Fox-News-Moderator Sean Hannity eine gewagte Behauptung auf: "Dank Präsident Trump, den Republikanern und vernünftiger Politik auf ganzer Linie ist unser Land sicherer und erschwinglicher geworden", erklärte Leavitt im Brustton der Überzeugung.
Karoline Leavitt: Thanks to President Trump, our country is more affordable. pic.twitter.com/BOZSNQE0FO
— Acyn (@Acyn) August 11, 2026
Donald Trumps Sprecherin lobt wirtschaftlichen Aufschwung und Sicherheit - und wird der Lüge bezichtigt
Die Aussage stieß umgehend auf massiven Widerspruch – und zwar nicht nur von politischen Gegnern. Denn die jüngsten Wirtschaftsdaten zeichnen ein völlig anderes Bild als das von der Sprecherin des Weißen Hauses gemalte. Kritiker warfen Leavitt vor, die wirtschaftliche Realität der Amerikaner schlicht zu ignorieren und dreist die Unwahrheit zu sagen. In den sozialen Medien wurde ihre Behauptung regelrecht zerpflückt, wie "Raw Story" berichtete.
Trump-Sprecherin mit nüchternen Zahlen als Lügnerin bloßgestellt
Die aktuellen Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten lassen Karoline Leavitts Darstellung geradezu absurd erscheinen. Mit einer Inflationsrate von 3,5 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten liegen die Preissteigerungen deutlich über den durchschnittlichen Lohnzuwächsen von 3,2 Prozent im selben Zeitraum. Im Klartext: Die Gehälter der Arbeitnehmer können mit den steigenden Kosten nicht mithalten – das Land wird für die Menschen also nachweislich teurer, nicht erschwinglicher.
Als wesentlicher Treiber dieser Inflationsentwicklung gelten die massiv gestiegenen Energiepreise. Diese sind Berichten zufolge eine direkte Folge von Trumps militärischem Konflikt mit dem Iran, der die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt hat. Die Lebenshaltungskosten steigen also nicht trotz, sondern wegen der Politik des Präsidenten.
Karoline Leavitt lügt, dass sich die Balken biegen - Wirtschaftsprahlerei stößt auf lauten Widerstand
In den sozialen Medien ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Tahra Hoops, Leiterin der Wirtschaftsforschung bei der Organisation Chamber of Progress, schrieb auf X: "Verrückt, da der Pessimismus bezüglich der Wirtschaft auf breiter Front stark zunimmt, auch unter Unabhängigen und sogar Republikanern. Es besteht kein Zweifel, dass die Lebenshaltungskosten weiterhin ein Hauptanliegen sind." Noch schärfer fiel das Urteil der politischen Interessengruppe Veterans for Responsible Leadership aus. Sie spotteten auf X: "Es ist unglaublich, wenn man einfach jeden Abend lügen kann, ohne dass es Konsequenzen hat. Karoline Leavitt morgen Abend bei Fox News: Dank Präsident Trump befindet sich unser Land nicht im Krieg im Nahen Osten."
Empörung nach Trump-Lob: "Sie halten uns alle für Idioten"
Auch der demokratische Kongresskandidat Fred Wellman aus Missouri fand deutliche Worte. "Sie haben wirklich keinerlei Respekt vor uns. Das sollte eigentlich lustig sein, aber es zeigt, dass sie uns alle für Idioten halten. Das sind wir nicht", schrieb er auf X.
They truly have no respect for any of us. This should be funny but it shows they think we are all idiots. We aren’t. https://t.co/g8ADL76LUq
— Fred Wellman (@FPWellman) August 11, 2026
Besonders brisant: Der wirtschaftliche Pessimismus beschränkt sich längst nicht mehr auf das gegnerische politische Lager der US-Demokraten. Wie Wirtschaftsforscherin Hoops betonte, wächst die Skepsis gegenüber der ökonomischen Entwicklung auch unter Unabhängigen und selbst in den Reihen der Republikaner. Dass Leavitt ausgerechnet in diesem Klima behauptet, das Land sei erschwinglicher geworden, dürfte das ohnehin schwindende Vertrauen in die Kommunikation des Weißen Hauses kaum stärken.
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loc/news.de/stg
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