Donald Trump: "Er hat uns alle verraten" – Trumps eigene Verbündete planen den Aufstand

Trump verliert Rückhalt in den eigenen Reihen: Vier seiner einst engsten Verbündeten stellen sich offen gegen ihn. Nach einem spektakulären Treffen in Maine wächst der Verdacht, dass sich eine neue MAGA-Bewegung gegen den Präsidenten formieren könnte.

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MAGA-Beben gegen Trump: Vier Ex-Vertraute sagen dem Präsidenten den Kampf an. (Foto) Suche
MAGA-Beben gegen Trump: Vier Ex-Vertraute sagen dem Präsidenten den Kampf an. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump droht Aufstand der eigenen Verbündeten
  • Vier ehemalige Trump-Unterstützer stellen sich gegen den Präsidenten
  • Der Streit um den Iran-Konflikt und Trumps Außenpolitik sorgt für den Bruch
  • Ein inszeniertes Treffen nährt Spekulationen über eine neue MAGA-Alternative

Vier der ehemals lautstärksten Unterstützer von Donald Trump haben sich am vergangenen Samstag in einer Blockhütte im US-Bundesstaat Maine versammelt – und dem Präsidenten öffentlich den Kampf angesagt. Zuvor hatte bereits der abgewählte Texas-Senator John Cornyn Widerstand gegen die Trump-Regierung angekündigt. Nun positionieren sich auch Tucker Carlson, Marjorie Taylor Greene, der Kongressabgeordnete Thomas Massie und der frühere Anti-Terror-Chef Joe Kent gegen Trumps Kurs und deuten die Gründung einer neuen politischen Bewegung an.

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MAGA-Aufstand gegen Trump: Seine eigenen Verbündeten stellen sich gegen den Präsidenten

Greene fand dabei unmissverständliche Worte: "Er hat uns alle verraten", schrieb sie in den sozialen Medien. Das Versprechen, keine weiteren Auslandskriege zu führen, sei gebrochen worden. "Unser Bekenntnis gilt America First für alle Amerikaner, rechts, links und in der Mitte. Die Bewegung hat begonnen."

Iran-Konflikt bringt Donald Trumps Macht ins Wanken

Im Zentrum des Zerwürfnisses steht der militärische Konflikt mit dem Iran. Alle vier Abtrünnigen sehen darin einen fundamentalen Bruch mit Trumps Wahlkampfversprechen von 2024, die USA aus neuen Kriegen herauszuhalten. Kent legte bereits im März sein Amt als Direktor des Nationalen Antiterror-Zentrums nieder und begründete seinen Rücktritt anschließend in Carlsons Podcast.

Doch der Iran-Krieg war nicht der einzige Konfliktherd. Greene und Massie hatten sich schon zuvor mit Trump überworfen – im Streit um die Veröffentlichung von Regierungsakten zum Fall Jeffrey Epstein. Trump bezeichnete Greene daraufhin als "Verräterin". Sie legte im Januar ihr Kongressmandat nieder, während Massie im Mai seine republikanische Vorwahl gegen den von Trump unterstützten Herausforderer Ed Gallrein verlor.

MAGA-Rebellen vereinen sich gegen Trump

Das Treffen war alles andere als ein diskretes Hinterzimmergespräch. Carlson empfing die Gruppe in seiner Hütte, in der er auch seinen millionenfach gehörten Podcast aufzeichnet. Das anschließend veröffentlichte Foto wirkte bis ins Detail durchkomponiert: Carlson am Kopfende eines Holztisches, dazu eine US-Flagge in der Ecke, historische Waffen an den Wänden und ein Kronleuchter aus Hirschgeweihen über der Szenerie. Einheitliche Tassen und ein Teller Kekse rundeten die Inszenierung ab.

Mit dabei waren auch Greenes frisch angetrauter Ehemann Brian Glenn sowie Massies Frau Carolyn Grace Moffa. Massie kommentierte das Gruppenbild mit trockenem Humor: "Dieses Treffen wird nicht im Fernsehen übertragen." Angesichts des bewusst öffentlich geteilten Fotos war Geheimhaltung allerdings offensichtlich nie das Ziel.

Zwischen "Avengers"-Vergleich und heftiger Kritik

Die Reaktionen auf das Foto fielen denkbar unterschiedlich aus. Verschwörungstheoretiker Alex Jones nannte die Abgebildeten "eine großartige Gruppe von Amerikanern", ein anderer Unterstützer kommentierte: "Die Avengers haben sich versammelt."

Deutlich feindseliger reagierte die Trump-treue Aktivistin Laura Loomer. Sie forderte, alle sieben Personen auf dem Bild auf eine staatliche Überwachungsliste zu setzen, und bezeichnete sie als "Verräter an Amerika und Anti-Trump-Agenten, die von ausländischen Gegnern verstärkt werden".

Meghan McCain, Tochter des verstorbenen Senators John McCain, spottete lediglich, die Gruppe wirke wie Gäste eines Cocktailabends. Podcaster Walter Kirn wiederum stellte Greenes Führungsanspruch infrage: Sie habe mitten in der Legislaturperiode den Kongress verlassen, um in Las Vegas zu heiraten und eine Medientour zu starten.

Planen Trumps Ex-Vertraute eine neue politische Bewegung?

Ob aus dem Treffen in Maine tatsächlich eine formale Parteistruktur hervorgeht, bleibt bislang offen. Weder Carlson noch Greene, Massie oder Kent haben konkrete organisatorische Schritte angekündigt. Doch das bewusst inszenierte Gruppenfoto sendet laut "Metro" ein unmissverständliches Signal: Trumps einstige Weggefährten haben nicht vor, ihre Kritik am Präsidenten im Stillen zu äußern.

Die Frage, ob die vier genug politisches Gewicht mitbringen, um eine echte Alternative zum Trump-Lager aufzubauen, dürfte die amerikanische Rechte in den kommenden Wochen intensiv beschäftigen.

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