Iran-Krieg: Huthi-Miliz: Haben weiteren saudischen Tanker angegriffen
Acht saudische Tanker haben sie nach eigener Darstellung angegriffen, 29 zur Umkehr gezwungen: Die Huthi-Miliz setzt Saudi-Arabien bei seinen Ölexporten weiter unter Druck.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben einen weiteren saudischen Tanker angegriffen. Sie habe mit Raketen den 180 Meter langen Öltanker "NCC Wafa" in der Nähe von Janbu im Roten Meer angegriffen, teilte ihr Militärsprecher Jahja Sari mit. Über den Hafen Janbu in Saudi-Arabien bringt das Königreich derzeit einen großen Teil seines Öls an den Weltmarkt, um die blockierte Straße von Hormus zu umgehen.
Von Saudi-Arabien gab es zunächst keine Bestätigung oder Reaktion.
Die schiitische Miliz führt im Jemen seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung. Dieser Konflikt war vor einigen Wochen erneut eskaliert mit Luftangriffen in Sanaa, dem Machtzentrum der Huthi im Nordjemen. Die Huthi begannen daraufhin mit Angriffen auf saudische Schiffe im Roten Meer oder zwangen diese zu Kurswechseln.
Sari: 29 Tanker mussten Kurs wechseln
Die Huthi hätten bisher acht saudische Tanker angegriffen, sagte Sari. Zudem hätten 29 saudische Tanker in der Region wegen ihrer Drohungen und Angriffe den Kurs wechseln müssen.
Wegen der Angriffe wird befürchtet, dass die wichtige Meerenge Bab al-Mandab faktisch geschlossen werden könnte. Der Verkehr durch die Meerenge, die die Miliz vom Jemen aus angreifen kann, läuft unabhängigen Datenanbietern zufolge aber vorerst weiter. Die Meerenge liegt auf dem kürzesten Seeweg zwischen Asien und Europa, der über den Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal führt. Durch den Bab al-Mandab ("Tor der Tränen") laufen in normalen Zeiten etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels. Die Huthi hatten mit Angriffen ab 2023 in der Region den Welthandel bereits massiv beeinträchtigt.
Die schiitischen Huthi sind mit Teheran verbündet, sie werden vom Iran finanziell und mit Waffen unterstützt. Sie sind auch Teil der sogenannten "Achse des Widerstands", die unter Führung Teherans den Einfluss Israels und der USA in der Region zurückdrängen will. Die Huthi handeln im Vergleich etwa zur mächtigen Hisbollah im Libanon aber unabhängiger von Teheran. Es geht ihnen vor allem darum, ihre Machtbasis im Jemen zu sichern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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