Donald Trump: Trump plant 22-Milliarden-Hammer – Kritiker schlagen Alarm
Donald Trump will den Hauptstadtflughafen Dulles für bis zu 22 Milliarden Dollar komplett umgestalten. Doch ausgerechnet das berühmte Terminal des Stararchitekten Eero Saarinen könnte nach den bisherigen Entwürfen hinter einem gigantischen Neubau verschwinden – und genau das sorgt jetzt für heftige Diskussionen.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- 22-Milliarden-Dollar-Projekt: Trump plant einen umfassenden Umbau des Dulles International Airport
- Architektur-Ikone in Gefahr? Entwürfe zeigen das berühmte Saarinen-Terminal weitgehend verdeckt
- Regierung widerspricht Kritik: Offiziell soll das historische Gebäude erhalten bleiben
Donald Trump will Flughafen in Washington umgestalten – Milliarden-Pläne sorgen für heftigen Wirbel
Donald Trump hat am Montag seine Pläne für einen radikalen Umbau des Dulles International Airport nahe Washington DC enthüllt – und die haben es in sich. Rund 22 Milliarden Dollar soll das Mammutprojekt "Reuters" zufolge verschlingen, das gemeinsam mit United Airlines umgesetzt werden soll.
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Berühmtes Saarinen-Terminal könnte kaum noch zu sehen sein
Das Problem: Die vom US-Verkehrsministerium veröffentlichten Entwürfe zeigen, dass das weltberühmte Terminal des finnisch-amerikanischen Architekten Eero Saarinen künftig größtenteils hinter einem massiven Neubau verschwinden würde. Das geschwungene Dach, getragen von markanten Betonsäulen, gilt als Ikone der Flughafenarchitektur des 20. Jahrhunderts – und wäre nach den aktuellen Plänen kaum noch sichtbar.
Die Regierung beteuert zwar, das historische Gebäude erhalten zu wollen. Die Renderings erzählen allerdings eine andere Geschichte.
Trump findet Hauptstadtflughafen "schrecklich"
Das 1962 eröffnete Hauptterminal des Dulles Airport zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der modernen Flughafenarchitektur. Entworfen wurde es von Eero Saarinen, der auch den berühmten Gateway Arch in St. Louis schuf. Das geschwungene Dach über den wuchtigen Betonstützen wurde zum Wahrzeichen der gesamten Hauptstadtregion.
Trump selbst hatte im Dezember wenig Wertschätzung für das architektonische Erbe erkennen lassen: Er bezeichnete Dulles damals als "falsch designt" und "schrecklichen Flughafen". Dass er nun ausgerechnet dieses Bauwerk überformen lassen will, überrascht also kaum.
Ende vergangenen Jahres hatte die Regierung Vorschläge eingeholt – mehr als 30 Architekturbüros reichten Entwürfe ein, darunter renommierte Häuser wie Zaha Hadid Architects und Adjaye Associates. Welches Büro letztlich den Zuschlag erhielt, wurde bislang nicht bekanntgegeben.
Trumps neues Mammutprojekt soll bis zu 22 Milliarden Dollar verschlingen
Die konzeptionellen Visualisierungen – erstellt von United Airlines, nicht etwa von einem der bewerbenden Architekturbüros – zeigen einen gewaltigen, schräg abfallenden Anbau, der sich an das bestehende Saarinen-Terminal schmiegt. Zu beiden Seiten des Hauptgebäudes erstrecken sich geneigte Erweiterungen nach außen. Insgesamt sollen rund 465.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche entstehen.
Zum Projektumfang gehört außerdem ein Parkhaus, das Trump selbstbewusst als "das größte der Welt" bezeichnete. Die automatischen Züge, die Passagiere derzeit zwischen den Terminals befördern, sollen durch neue Tunnel ersetzt werden.
Das Investitionsvolumen für den Umbau bezifferte das Verkehrsministerium auf bis zu 22 Milliarden Dollar. Die Bauarbeiten sollen sich über "mehrere Jahre" erstrecken.
Trump-Regierung verspricht Erhalt des historischen Terminals
US-Verkehrsminister Sean P. Duffy versicherte, das ikonische Hauptterminal werde durch den Umbau nicht angetastet. Trumps Bemühungen hätten die Hauptstadt bereits "zum Besseren verändert", so Duffy. Nun brauche es "ein internationales Tor, das der größten Nation der Erde würdig ist". Man werde "TausendeArbeitsplätze schaffen und einen Weltklasse-Flughafen errichten" – und dabei "das ikonische Hauptterminal von Dulles bewahren". Dass die veröffentlichten Renderings das historische Gebäude weitgehend hinter Neubauten verschwinden lassen, erwähnte er nicht.
United Airlines setzt auf neues Wahrzeichen
United-Airlines-Chef Scott Kirby zeigte sich dankbar für die Unterstützung der Regierung und kündigte an, Dulles zu "einem Aushängeschild für die Hauptstadt" zu machen, das "einen neuen Maßstab für Flughäfen im ganzen Land" setze, wie "Metro" berichtet.
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sba/news.de
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