Donald Trump: Trump-Party wird zum Steuer-Skandal - jetzt sollen Amerikaner Millionen zahlen

Die große USA-Geburtstagsparty von Donald Trump wird zum Millionen-Streit: Trotz schwacher Besucherzahlen soll der Steuerzahler jetzt weitere Millionen zahlen. Kritiker sprechen von fragwürdiger Finanzierung und fehlender Transparenz.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump lässt feiern – und die Steuerzahler sollen bezahlen. (Foto) Suche
Donald Trump lässt feiern – und die Steuerzahler sollen bezahlen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Trump-Regierung fordert offenbar weitere 10 Millionen Dollar für die Feierlichkeiten zum 250.Geburtstag der USA
  • Bereits 90 Millionen Dollar aus Nationalpark-Mitteln wurden umgeleitet, um Jubiläumsprojekte zu finanzieren
  • Kritiker werfen dem Weißen Haus mangelnde Transparenz bei der Verwendung der Gelder vor

Donald Trumps große Geburtstagsfeier zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten sollte ein patriotisches Mega-Ereignis werden – doch hinter den Kulissen wächst der Ärger. Statt Begeisterung sorgen nun Kosten, leere Plätze und offene Fragen für Schlagzeilen.

Weitere Trump-News finden Sie am Ende des Artikels.

Millionen-Streit um Trumps große USA-Party: Jetzt sollen Steuerzahler die Rechnung zahlen

Nach Informationen der "Washington Post" fordert das Weiße Haus vom Kongress weitere 10 Millionen Dollar, um Ausgaben rund um die Jubiläumsfeierlichkeiten zu decken. Dazu gehören unter anderem die schwach besuchte "Great American State Fair", ein Gebetsevent sowie ein gigantisches Feuerwerk am 4. Juli, das sogar einen Weltrekord brechen sollte – bislang aber keine offizielle Anerkennung durch Guinness erhalten hat. Für Kritiker ist der zusätzliche Geldbedarf besonders brisant: Bereits zuvor waren enorme Summen für die Feierlichkeiten bewilligt worden.

Trump-Jubiläum kostet bereits Millionen

Im vergangenen Jahr hatte Trumps Gesetzespaket "One Big Beautiful Act" bereits 150 Millionen Dollar für die Feierlichkeiten zum US-Jubiläum bereitgestellt. Ein großer Teil der Mittel floss laut Berichten in "Freedom 250", eine Trump-nahe öffentlich-private Partnerschaft. Diese verdrängte offenbar zunehmend die ursprünglich vom Kongress eingesetzte überparteiliche Organisation "America250", die für die Planung der Feierlichkeiten vorgesehen war. Nun sorgt der erneute Finanzierungsbedarf für neue Diskussionen. Die Frage steht im Raum: Warum werden weitere Millionen benötigt, obwohl bereits ein dreistelliger Millionenbetrag bereitgestellt wurde?

90 Millionen Dollar aus Nationalparks für Feierlichkeiten abgezweigt

Doch damit nicht genug: Bereits im Juni leiteten Trump-Beamte rund 90 Millionen Dollar aus dem Budget des National Park Service um, um die Jubiläumsprojekte zu finanzieren. Das Geld stammte unter anderem aus Eintrittsgeldern einiger der meistbesuchten Nationalparks des Landes – darunter Yellowstone und Yosemite. Besuchergebühren, die eigentlich für den Erhalt dieser Naturschätze vorgesehen sind, flossen stattdessen in die Feierlichkeiten der Regierung.

Demokrat kritisiert "versteckte" Millionen-Forderung

Der demokratische Senator Jeff Merkley, der ranghöchste Demokrat im zuständigen Haushalts-Unterausschuss des Senats, kritisierte die Vorgehensweise der Regierung scharf. Gegenüber der "Washington Post" erklärte er, dass der Antrag zunächst unauffällig in ein größeres Übergangshaushaltgesetz eingebettet worden sei. Einen konkreten Betrag habe die Regierung dabei nicht genannt. Statt einer klaren Summe sei lediglich von der Erstattung von "Kosten im Zusammenhang mit der Unterstützung von Veranstaltungen zum 250-jährigen Jubiläum Amerikas" die Rede gewesen. Für Kritiker ist genau diese fehlende Transparenz ein zentraler Streitpunkt.

Trump-Regierung unter Druck: Widersprüchliche Erklärungen sorgen für Misstrauen

Die Begründungen der Trump-Regierung für die umgeleiteten Gelder widersprechen sich allerdings auf bemerkenswerte Weise. Regierungsvertreter erklärten zunächst, das Geld sei nötig gewesen, um "routinemäßige Kosten des National Park Service während der Veranstaltungen" zu begleichen. Das Innenministerium lieferte der "Washington Post" hingegen eine völlig andere Version: Demnach seien die Mittel wegen "erhöhter Sicherheitsanforderungen angesichts jüngster Drohungen gegen den Präsidenten" erforderlich gewesen. Als konkreten Anlass nannte das Ministerium den Attentatsversuch beim White House Correspondents' Dinner im April sowie die UFC-Veranstaltung auf dem Rasen des Weißen Hauses.

Ob routinemäßige Betriebskosten oder außergewöhnliche Sicherheitsmaßnahmen – beides gleichzeitig als Hauptgrund anzuführen, dürfte die Skepsis im Kongress kaum zerstreuen.

Boeing, Chevron und Palantir unterstützen die Trump-Feier

Neben Steuergeldern flossen auch private Mittel in die Veranstaltung. Zu den Unternehmenssponsoren der "Great American State Fair" zählten unter anderem die Rüstungskonzerne Boeing und Lockheed Martin, der Energieriese Chevron sowie das umstrittene Datenanalyse-Unternehmen Palantir.

Politischer Streit um Trumps teure Jubiläumsparty

Der Streit um die 250-Jahr-Feier entwickelt sich damit zunehmend zu einer politischen Belastungsprobe für die Trump-Regierung.

Während das Weiße Haus weitere Mittel für die Umsetzung der Veranstaltungen fordert, bemängeln Kritiker fehlende Klarheit über Kosten und Verwendung der Gelder.

Aus einem historischen Fest zum Geburtstag der USA droht damit ein neuer politischer Konflikt zu werden – über Steuergeld, Transparenz und die Frage, ob die große Trump-Show am Ende den Preis wert ist.

Auch diese Trump-News sind einen Blick wert:

/bua/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.