Donald Trump: Biograf legt sich fest - das passiert nach Trumps Tod

Donald Trump spricht immer häufiger über den Tod – und sein langjähriger Biograf wagt nun eine spektakuläre Prognose. Sollte der US-Präsident während seiner Amtszeit sterben, würde die Welt nach seiner Einschätzung vor allem eines empfinden: Erleichterung.

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Donald Trump bei der Trauerfeier von US-Senator Lindsey Graham. Der Tod seines Freundes hat den US-Präsidenten Berichten zufolge tief erschüttert. (Foto) Suche
Donald Trump bei der Trauerfeier von US-Senator Lindsey Graham. Der Tod seines Freundes hat den US-Präsidenten Berichten zufolge tief erschüttert. Bild: picture alliance/dpa/AP Pool | Alex Brandon
  • Trump-Biograf Michael Wolff erwartet nach Trumps Tod im Amt eine weltweite Erleichterung
  • Der US-Präsident spricht zunehmend öffentlich über seine eigene Sterblichkeit
  • Parallel treibt Trump laut Beobachtern seine Projekte zur Selbstverewigung voran

Sollte Donald Trump während seiner Amtszeit plötzlich sterben, würde ihn das zu einer "ikonischen historischen Figur" machen – davon ist zumindest sein langjähriger Biograf Michael Wolff überzeugt. Im Podcast "Inside Trump's Head" legte Wolff seine Einschätzung dar, was nach einem solchen Szenario geschehen würde.

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Trump-Biograf prophezeit: Sein Tod im Amt würde die Welt aufatmen lassen

Dabei zeichnete er ein überraschend nüchternes Bild: Statt Chaos und Aufruhr erwartet der Autor vor allem kollektive Erleichterung. "Ich glaube, die Menschen atmen tief durch", so Wolff. Es sei wie bei jeder dominanten Figur oder jedem Diktator – wenn sie von der Bühne abtreten, kläre sich die Welt. Die Stille nach Trump werde "außergewöhnlich" sein, prognostizierte er. Und fügte hinzu: "Die Geschichte beginnt von vorne."

Donald Trump spricht immer häufiger über den eigenen Tod

Der betagte Staatschef – kein US-Präsident war bei seiner Vereidigung jemals älter – setzt sich in seiner zweiten Amtszeit zunehmend mit der eigenen Endlichkeit auseinander. Bei einer Kundgebung im Februar sinnierte er öffentlich darüber, ob er es wohl ins Paradies schaffen werde. "Ich hoffe, dass ich es schaffe", sagte Trump. "Aber ich bezweifle es, um ehrlich zu sein. Viele von euch werden es. Ich bin mir da nicht so sicher." Auch dasAbleben von Senator Lindsey Graham soll Trump zunehmend nachdenklich gestimmt haben, heißt es. " Seit dem Tod seines Vertrauten soll Trump immer intensiver über seinen eigenen Tod nachgrübeln.

Gesundheitsdiagnose verstärkt Spekulationen

Diese öffentlichen Grübeleien über das Jenseits begannen vergangenen Sommer, kurz nachdem das Weiße Haus eine Diagnose chronisch-venöser Insuffizienz bekanntgegeben hatte – eine Erkrankung, die den Blutrückfluss aus den unteren Extremitäten zum Herzen erschwert und zu geschwollenen Knöcheln führt. Politikanalyst David Rothkopf brachte es im "Daily Beast Podcast" auf den Punkt: "Er hört die Schritte des Sensenmanns im Hintergrund."

Ballsaal, Triumphbogen und das Kennedy Center: Trump baut sich sein eigenes Denkmal

Während der Präsident über seine Sterblichkeit philosophiert, arbeitet er parallel mit Hochdruck an seiner Verewigung. Rothkopf zufolge versucht Trump, "sich überall, wo er hinschaut, ein Denkmal zu setzen". Die Liste seiner Vermächtnisprojekte in der zweiten Amtszeit liest sich wie das Bauprogramm eines römischen Kaisers: Ein Ballsaal im Wert von 400 Millionen Dollar, ein Triumphbogen für 100 Millionen Dollar und der Versuch, seinen Namen auf das Kennedy Center zu setzen.

Bescheidenheit gehörte noch nie zu Trumps Kernkompetenzen – doch die schiere Dimension dieser Selbstverewigungskampagne deutet darauf hin, dass der Präsident den Wettlauf gegen die Zeit spürt. Oder wie Rothkopf es formulierte: Der Sensenmann ist nicht mehr weit.

JD Vance im Fokus: Wer würde Trump nach dessen Tod beerben?

Wer profitiert, wenn Trump die Bühne verlässt? Podcast-Moderatorin Joanna Coles stellte die naheliegende These auf, dass Vizepräsident JD Vance "viel über Donald Trumps Tod nachdenkt". Wolff griff den Gedanken auf und verwies auf das ewige Dilemma aller Vizepräsidenten: "Sie leben für den Tod des Präsidenten, aber sie können nicht darüber nachdenken. Sie können jedenfalls keinerlei Andeutung machen, dass sie daran denken."

Roman entwirft Terror-Szenario – Wolff widerspricht

Einen fiktiven Gegenentwurf zu Wolffs Prognose liefert derweil der Journalist und Autor Kurt Andersen in seinem kommenden Roman "The Breakup": Darin erleidet Trump an seinem 89. Geburtstag einen Schlaganfall, woraufhin Anhänger einen terroristischen Aufstand anzetteln – überzeugt davon, der "Deep State" habe ihn ermordet. Wolff allerdings widersprach diesem Szenario ausdrücklich.

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