Epstein-Skandal: "Komplett vermasselt" – J.D. Vance räumt Fehler bei Epstein-Files ein

Selten gab es deutliche Worte aus dem Weißen Haus: US-Vizepräsident J.D. Vance räumt Fehler im Umgang mit den Epstein-Akten ein. Die Kommunikation sei "komplett vermasselt" worden, betont Trumps Stellvertreter.

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Epstein-Akten: J.D. Vance gibt Fehler zu – Debakel um die Epstein-Files eingeräumt Bild: picture alliance/dpa | Tobias Hase
  • J.D. Vance gesteht Fehler bei der Veröffentlichung der Epstein-Akten ein
  • Der US-Vize spricht von einer "komplett vermasselten" Kommunikation
  • Einen Versuch der Vertuschung weist Vance jedoch entschieden zurück

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Die Debatte um die Veröffentlichung der Epstein-Akten sorgt in den USA weiterhin für Wirbel. Auch um den Tod des verstorbenen Finanziers kursieren bis heute zahlreiche Gerüchte und Spekulationen. Nun hat ausgerechnet US-Vizepräsident J.D. Vance eingeräumt, dass die Regierung beim Umgang mit den Dokumenten Fehler gemacht habe. Vor allem die Kommunikation sei aus seiner Sicht misslungen.

J.D. Vance übt ungewöhnlich deutliche Selbstkritik

Erst kürzlich übte Podcaster Joe Rogan scharfe Kritik an Donald Trump. Nun sprach US-Vizepräsident J.D. Vance in einem Gespräch im Podcast "The Joe Rogan Experience" überraschend offen über die umstrittene Veröffentlichung der Epstein-Unterlagen. Dabei räumte er ein, dass die Regierung die Situation nicht gut gemanagt habe. "Wenn die Leute sagen wollen, wir hätten die Epstein-Veröffentlichung falsch gehandhabt: schuldig."

Vor allem die öffentliche Kommunikation bezeichnete der Vizepräsident als schweren Fehler.
"Wir haben es komplett vermasselt."

Gleichzeitig wies Vance Vorwürfe zurück, die Regierung habe bewusst Informationen zurückhalten wollen.

Keine Vertuschung, aber viele Missverständnisse?

Nach Darstellung des Vizepräsidenten sei das Problem nicht der Versuch einer Vertuschung gewesen. Stattdessen hätten widersprüchliche Aussagen und falsche Erwartungen für zusätzliche Verwirrung gesorgt.

"Glaube ich, dass wir es vermasselt haben, weil wir versucht haben, etwas zu verbergen? Nein."

Besonders verwies Vance auf frühere Äußerungen der damaligen Justizministerin Pam Bondi. Diese hatte öffentlich erklärt, eine angebliche Kundenliste von Jeffrey Epstein liege auf ihrem Schreibtisch. Genau solche Aussagen hätten nach Ansicht von Kritikern die Spekulationen zusätzlich angeheizt.

Epstein-Fall sorgt weiter für politische Spannungen

Der Fall Jeffrey Epstein beschäftigt die USA seit Jahren. Dem inzwischen verstorbenen Finanzier wurde vorgeworfen, über lange Zeit ein Netzwerk zum sexuellen Missbrauch junger Frauen und Minderjähriger aufgebaut zu haben. Aufgrund seiner zahlreichen Kontakte zu Politik, Wirtschaft und Prominenz löste der Skandal weltweit Aufmerksamkeit aus. Nach der Veröffentlichung von Ermittlungsunterlagen flammt die Debatte nun erneut auf. Kritiker bemängeln insbesondere die zahlreichen geschwärzten Passagen in den Dokumenten. Diese würden zwar offiziell dem Schutz von Opfern dienen, könnten jedoch auch dazu beitragen, weitere Beteiligte vor öffentlicher Aufmerksamkeit zu bewahren.

Druck auf die Regierung wächst

Die erneute Diskussion über die Epstein-Akten entwickelt sich erneut zu einem politischen Problem für die Regierung. Gegner werfen dem Weißen Haus mangelnde Transparenz vor, während Unterstützer betonen, dass rechtliche Vorgaben und der Opferschutz berücksichtigt werden müssten. Mit seinen ungewöhnlich offenen Worten hat J.D. Vance nun selbst eingeräumt, dass der Umgang mit den Akten erheblich zur Verunsicherung beigetragen hat – auch wenn er einen bewussten Vertuschungsversuch entschieden zurückweist.

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/bos/news.de/dpa

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