Donald Trump: Nobelpreisträger warnt nach Korruptionsverdacht vor Wirtschaftsschaden

Erneut kamen Korruptionsvorwürfe gegen Donald Trump auf. In einer TV-Sendung sieht ein Nobelpreisträger das vom US-Präsidenten geschaffene System kritisch und warnt vor wirtschaftlichen Folgen.

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Laut einem Nobelpreisträger schadet Donald Trumps angebliches korruptes Handeln der US-Wirtschaft. (Foto) Suche
Laut einem Nobelpreisträger schadet Donald Trumps angebliches korruptes Handeln der US-Wirtschaft. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Korruptionsvorwürfe gegen Donald Trump
  • Nobelpreisträger mahnt: Unternehmen wollen Trumps Gunst
  • Politikexperte hält dieses System für problematisch für die US-Wirtschaft

Donald Trump soll 2025 mit Krypto-Geschäften über eine Milliarde Dollar eingenommen haben, wie aus einem aktuellen Finanzbericht des Magazins "Forbes" hervorgeht. Schnell kamen Vorwürfe auf, der US-Präsident würde von Meme-Coins und anderen Einnahmequellen profitieren. Trumps mutmaßliche Bereicherung hat nicht nur einen moralischen Unterton, sondern könnte laut dem Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften und Politikexperten Paul Krugman auch die US-Wirtschaft bedrohen.

Korruptionsvorwürfe gegen Trump - Moderator fragt nach den Kosten

Ari Melber sprach bei "MS Now" über die angeblichen korrupten Handlungen von Donald Trump. Er sprach zu Beginn darüber, was daran falsch sei, wie es "seinen eigenen Behauptungen und früheren Versprechen widerspricht". Der Moderator wandte sich mit einer Frage an den zugeschalteten Nobelpreisträger: "Ich dachte, ich frage Sie zunächst einmal ganz einfach und verständlich als Ökonom: Welche Kosten entstehen für uns alle, die Öffentlichkeit, wenn die Regierung korrupt oder gekapert ist – ganz abgesehen von moralischen Aspekten?"

Nobelpreisträger mahnt - Donald Trump schafft Gunst-System

Krugman verwendete die Analogie des philippinischen Autokraten Ferdinand Marcos und seines "Vetternkapitalismus-Systems". Dieses System ruinierte die Wirtschaft des Landes. "Die Generation meiner Eltern pflegte zu sagen: 'Es kommt nicht darauf an, was man weiß, sondern wen man kennt'", sagte er und bezog sich danach auf den US-Präsidenten. "Mit anderen Worten: Trump hat eine Situation geschaffen, in der 'Erfolg im Geschäftsleben davon abhängt, die richtigen Verbindungen zu haben und in der Gunst des Führers, des obersten Führers oder was auch immer zu stehen'." Das sei für ihn "zutiefst destruktiv".

Politikexperte warnt - wer ist am besten, Trumps Familie Geld zuzuschachern?

Unternehmen würden laut Krugman nur darauf aus sein, "sich Gunst zu verschaffen": "Insbesondere dann, wenn das, was man braucht, um sich Gunst zu verschaffen, lediglich darin besteht, wer am besten darin ist, Geld an die Familie des Präsidenten und seine Freunde zu leiten", so Krugman. Dieser Zustandsei eine massive Abkehr von dem, was die US-Wirtschaft tatsächlich am Laufen halte. Statt das Weiße Haus "zufrieden zu stellen", wird hier der Wert von Produktivität belohnt. 

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