Donald Trump: Weißes Haus vertuscht angeblich wahren Trump-Zustand

Zwei Autoren sind sich in ihrem Enthüllungsbuch sicher, dass der wahren Gesundheitszustand von Donald Trump vom Weißen Haus verschleiert wird. Zuletzt wurde der US-Präsident in einer Klinik von 22 Fachärzte untersucht. Welche Spezialisten beteiligt waren, verschweigt das Weiße Haus.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wie steht es wirklich um den Zustand von Donald Trump? (Foto) Suche
Wie steht es wirklich um den Zustand von Donald Trump? Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump: Kenntnisse über Gesundheitszustand "sehr unvollständig"
  • Donald Trump wurde von 22 Fachärzten untersucht
  • Donald Trumps Mitarbeiter bemerken Alterserscheinungen und Ermüdung

Die Autoren Maggie Haberman und Jonathan Swan legen in ihrem neuen Donald-Trump-Buch "Regime Change" dar, wie die US-Regierung systematisch den wahren Gesundheitszustand des US-Präsidenten vor der Öffentlichkeit verbergen soll. In einem Gespräch mit CNN betonte Swan zuletzt, dass die gesundheitlichen Beschwerden des Staatsoberhaupts "sehr gut verschleiert" werden. In dem Buch wird unter anderem auch thematisiert, wie Melania Trump einen Freund ihres Ehemannes angeblich nicht im Weißen Haus schlafen lassen wollte.

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Donald Trump: Kenntnisse über Gesundheitszustand "sehr unvollständig"

Die wiederholten Beteuerungen des Weißen Hauses über angeblich beispiellose Transparenz bezeichnete der Journalist als eindeutig falsch. Die der Öffentlichkeit zugänglich gemachten medizinischen Daten seien "sehr unvollständig". Swan stellte fest, dass trotz intensiver Recherchen für das Buch kaum mehr Erkenntnisse als die ohnehin verfügbaren gewonnen werden konnten. Der Reporter der "New York Times" erklärte, dass vermutlich nicht einmal die ranghöchsten Regierungsmitarbeiter einen vollständigen Überblick über Trumps medizinischen Zustand besitzen.

Donald Trump schläft bei wichtigen Treffen ein

Der US-Präsident zeigt während seiner zweiten Amtszeit zahlreiche offenkundige gesundheitliche Auffälligkeiten, die in dem Buch dokumentiert werden.

  • Trump wurde mehrfach dabei gefilmt, wie er während Besprechungen im Weißen Haus und bei Gipfeltreffen einnickte.
  • Zudem weist der 80-Jährige sichtbar verfärbte Hände und angeschwollene Knöchel auf.
  • Das Buch erklärt, Donald Trump kämpfe mit Hörproblemen und ließ Zusammenkünfte deshalb vom Ostflügel ins Oval Office verlegen, da dort die Akustik besser sei.
  • Dies ermöglichte ihm zugleich, an seinem Schreibtisch zu bleiben, statt stundenlang stehen zu müssen.
  • Am Hals trug der Präsident einen mysteriösen Ausschlag zur Schau.

Trump selbst prahlt wiederholt damit, einen Demenz-Test "mit Bravour bestanden" zu haben, den er als Intelligenztest bezeichnet.

  • Bei Interviews und Reden schweift er allerdings regelmäßig vom Thema ab.

Donald Trump wurde von 22 Fachärzten untersucht

Ende Mai verbrachte Trump drei Stunden im Walter Reed National Military Medical Center in Bethesda (US-Bundesstaat Maryland). Bei dieser Untersuchung waren 22 Fachärzte anwesend - laut "Washington Post" die höchste Zahl, die jemals bei einer präsidialen Gesundheitsprüfung dokumentiert wurde. Bei seiner vorherigen Kontrolle waren es lediglich 14 Mediziner gewesen.

Jonathan Reiner, ein CNN-Medizinexperte und ehemaliger Kardiologe von Ex-US-Vize Dick Cheney, bezeichnete diese Anzahl als "außergewöhnlich".

  • Er stellte die Fragen: "Welche Fachrichtungen vertreten sie? Warum so viele?" Doch das Weiße Haus schweigt zu den entscheidenden Details.

Auch Swan erklärte bei CNN, es gebe "keine Hinweise darauf, wer diese Spezialisten sind oder welche Fachgebiete sie vertreten". Sämtliche bildgebenden Untersuchungsergebnisse würden der Öffentlichkeit vorenthalten.

  • Das Weiße Haus rechtfertigte den massiven Ärzteaufmarsch mit der Aussage, die Beteiligung mehrerer Spezialisten spiegele eine "umfassende, multidisziplinäre Bewertung wider, die mit den besten Praktiken für medizinische Versorgung auf Führungsebene übereinstimmt".

Donald Trumps Mitarbeiter bemerken Alterserscheinungen und Ermüdung

Das Buch dokumentiert darüber hinaus, wie Mitglieder von Trumps Stab hinter vorgehaltener Hand angeblich äußerten, der US-Präsident wirke zunehmend betagt. Die Mitarbeiter hätten Anzeichen von Erschöpfung registriert, heißt es.

Besonders pikant: Trump zeigte sich angeblich verärgert über die anhaltende Medienaufmerksamkeit bezüglich seiner geschwollenen Knöchel. Er wies seine Pressesprecherin Karoline Leavitt dem Buch zufolge an, das Thema bei einer offiziellen Pressekonferenz anzusprechen.

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