Saarbrücken: Saar-Regierung will Großereignisse des Spitzensports
Das Saarland will künftig Austragungsort für Sport-Großereignisse werden. Eine neue Förderrichtlinie soll internationale Wettbewerbe ins Land holen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Saarland soll nach dem Wunsch der Landesregierung künftig ein Ort nationaler und internationaler Sport-Großereignisse sein. "Wir wollen Sportereignisse wie Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder Champions-League-Wettkämpfe im Saarland", sagte Sportminister Reinhold Jost (SPD) in einer Regierungserklärung im Landtag in Saarbrücken.
Er kündigte eine neue Förderrichtlinie der Regierung an, die auf "Sportveranstaltungen mit überregionaler Bedeutung" abziele. Sie befinde sich "in der Endabstimmung mit dem Landesrechnungshof".
Drei Tage nach dem Ende der nationalen Sommerspiele der Special Olympics für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung sagte Jost, diese Veranstaltung habe "Sporthistorie weit über die Landesgrenze hinaus geschrieben". Bei dem größten Sportevent in der Geschichte des Saarlandes waren 4.300 Athletinnen und Athleten in 27 Sportarten in 23 Sportstätten angetreten.
"Wir können groß im Saarland"
"Wir können groß im Saarland", formulierte Jost. Künftig sollten auch größere sportliche Veranstaltungen in der Großregion und mit grenzüberschreitendem Charakter förderfähig sein. Die Attraktivität des Saarlandes als Spitzensportregion solle weiter steigen.
Seit 2020 sind nach Angaben des Ministers mehr als 40 Millionen Euro in die Ertüchtigung von Sportstätten im Land geflossen. Die rund 350.000 Mitglieder in etwa 2.000 saarländischen Sportvereinen leisteten einen entscheidenden Beitrag zu Integration und Inklusion, so Jost.
CDU-Abgeordneter Patrick Waldraff kritisierte, die Special Olympics hätten keine "zusätzliche Inszenierung" durch eine Regierungserklärung gebraucht. Er riet der Regierung zu "etwas mehr Gelassenheit". Die Strukturen der saarländischen Sportverbände stünden "zunehmend unter Druck": "Der Saar-Sport ist strukturell unterfinanziert", sagte Waldraff. Zudem gebe es immer weniger Menschen, die sich ehrenamtlich in Sportverbänden engagieren wollten.
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