Iran-Krieg: Vance: Iran will IAEA-Inspektoren zulassen – Zeitplan offen

Es kommt Bewegung in die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Vizepräsident Vance sagt, wie amerikanische Bauern profitieren sollen.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Der Iran will nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht, sagte Vance zum Ende seiner Gespräche mit der iranischen Seite in der Hotelanlage Bürgenstock Resort in der Schweiz. Die Verhandler hätten um 2.00 Uhr versucht, die Inspektoren zu erreichen, aber die meisten seien nicht ans Telefon gegangen.

Im vergangenen Herbst hatte die IAEA im Iran zuletzt einige Standorte des Atomprogramms besichtigt, die nicht durch die israelischen und US-Angriffe im Juni 2025 beschädigt worden waren. Seit diesen ersten Angriffen hat sie keinen Zugang mehr zu den iranischen Urananreicherungs-Anlagen gehabt. Ende Februar haben die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen, der nach einem Rahmenabkommen nun endgültig beigelegt werden soll.

Vance: Solide Grundlage für endgültige Vereinbarung

Vance will noch am Montag in die USA zurückkehren. Die Verhandlungen mit dem Iran gingen auf technischer Ebene weiter, sagte er. Nach seinen Angaben wurde ein Prozedere vereinbart, damit die Straße von Hormus, durch die Öl und Dünger aus den Anliegerstaaten auf den Weltmarkt transportiert wird, geöffnet bleibt. Der Iran hatte sie nach Beginn der Angriffe der USA und Israels geschlossen.

Ebenso vereinbart worden sei ein Mechanismus, um Verstöße gegen die im Rahmenabkommen vereinbarte Waffenrufe auch im Libanon direkt zu besprechen, um eine neue Eskalation zu verhindern.

"Wir haben eine sehr solide Grundlage für den Abschluss einer erfolgreichen endgültigen Vereinbarung geschaffen", sagte Vance. Dennoch liege noch viel Arbeit vor den Verhandlern. Im Rahmenabkommen steht die Absicht, die endgültige Vereinbarung möglichst innerhalb von 60 Tagen zu erreichen.

US-Bauern reicher machen

Über die im Rahmenabkommen erwähnten iranischen Vermögenswerte sagte Vance, die USA und Katar behielten die Aufsicht darüber, was wann ausgezahlt werde. Mit dem Geld würden Sojabohnen, Mais und Weizen aus den USA gekauft. "Sollten die iranischen Vermögenswerte jemals freigegeben werden, werden sie dazu dienen, die amerikanischen Landwirte reicher zu machen und das iranische Volk zu ernähren", sagte Vance.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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