Linkspartei: Linnemann will nach Faschismus-Vorwurf Klarheit von Linken
Der neue Linken-Vorsitzende nennt die Union in einem Atemzug mit der AfD. Unionspolitiker reagieren empört. Und fordern auch von Grünen und SPD eine Distanzierung.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat von der Linkspartei eine klare Distanzierung vom Faschismus-Vergleich ihres neuen Vorsitzenden Luigi Pantisano verlangt. "Herr Pantisano hatte gestern die Chance, sich in Interviews von seiner niederträchtigen Unterstellung zu distanzieren. Das hat er nicht getan", sagte Linnemann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er fügte hinzu: "Die Linke muss jetzt Klarheit schaffen: Entweder er tritt als Vorsitzender sofort zurück oder die Meinung von Herrn Pantisano ist Parteimeinung."
Die Linke habe aus der Geschichte nichts gelernt, kritisierte Linnemann. Zudem sei der Antisemitismus keine Randerscheinung mehr, "sondern mitten in der Partei angekommen". Es sei bezeichnend, wenn mittlerweile der Zentralrat der Juden vor der Wahl der Linken warnen müsse. Linnemann forderte auch Grüne und SPD auf, dies von der Linkspartei zu distanzieren.
Kritik auch von CSU-Generalsekretär
Auch CSU-Generalsekretär Martin Huber forderte Pantisano zum Rücktritt auf. "Wenn Pantisano die Union mit Faschisten gleichsetzt, dann gefährdet er den politischen Diskurs und greift unsere Demokratie frontal an", sagte Huber der Deutschen Presse-Agentur in München. Er sprach von einem "echten politischen Skandal, der die Opfer von Faschismus ebenso verhöhnt, wie er Demokratinnen und Demokraten in unserem Land beleidigt."
Die Linke müsse hart darum ringen, "sich gerade einmal halbherzig zum Existenzrecht Israels zu bekennen und spricht im Zusammenhang mit Gaza von Genozid", sagte Huber und nannte die Linke ein sozialistisches Irrlicht.
Pantisano hatte die CDU am Wochenende in einem "Bild"-Interview scharf angegriffen. "Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst", sagte Pantisano wenige Stunden vor seiner Wahl zum Parteivorsitzenden. Der Linken-Politiker stellte auf Nachfrage klar, dass er die Formulierung selbst für unglücklich hält. "Das ist verkürzt", sagte er der dpa am Samstag.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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