Donald Trump: Debakel wird schlimmer - Experten rechnen nach Blamage mit Trump ab

US-Präsident Donald Trump wird von einem Debakel eingeholt, das er einst seinem Vorgänger Barack Obama vorwarf. Während Experten die Katastrophe als vorhersehbar bezeichnen, tickt die Uhr unerbittlich weiter.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trumps Renovierungsarbeiten hatten zuletzt einen herben Dämpfer erhalten. (Foto) Suche
Donald Trumps Renovierungsarbeiten hatten zuletzt einen herben Dämpfer erhalten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump entsetzt mit teurer Fehlkalkulation
  • Warum Donald Trump mit seinem Pool-Projekt baden geht
  • Experte prophezeit weitere Probleme für Trumps Lieblingsprojekt

Das Debakel lässt Donald Trump einfach nicht los. Kaum eine Woche ist vergangen, seit Wasser in den frisch renovierten Lincoln Memorial Reflecting Pool zurückgekehrt ist, da zeigen sich bereits die nächsten Probleme. Erneut mussten Arbeiter gegen Algen und abblätternde blaue Versiegelung ankämpfen - genau jene Schwierigkeiten, die das Monument schon in der Vergangenheit plagten. Dabei hatte der US-Präsident, der zuletzt wegen einer "absurden Golf-Idee" aus der Haut fuhr, doch eine glänzende Zukunft versprochen - in "American Flag Blue".

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Donald Trump entsetzt mit teurer Fehlkalkulation

Die Renovierung des Pools sollte nach Donald Trumps ursprünglicher Einschätzung zwischen 1,5 und 2 Millionen Dollar kosten. US-Unterlagen zeigen jedoch, dass die tatsächlichen Ausgaben auf rund 14 Millionen Dollar anstiegen. Der Auftrag wurde ohne öffentliche Ausschreibung vergeben, was zusätzliche Prüfungen nach sich zog.

Die Arbeiten umfassten die Entleerung des Beckens, die Beseitigung struktureller Schäden und das Aufsprühen einer tiefblauen Versiegelung, die Trump als "American Flag Blue"-Finish bezeichnete. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Initiative, Washington D.C. vor den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit "zu verschönern", einschließlich der Instandsetzung zahlreicher stillgelegter Brunnen in der Hauptstadt.

Die Ironie der Situation: Donald Trump hatte seinen Vorgänger Barack Obama einst scharf für dessen erfolglose Versuche kritisiert, den Pool instand zu halten. Nun kehren unter seiner eigenen Aufsicht dieselben Probleme zurück.

Warum Donald Trump mit seinem Pool-Projekt baden geht

Die Diagnose der Fachleute fällt einem Bericht von "Newsweek" zufolge eindeutig aus - und kommt einer Blamage für Donald Trumps "Traum in Blau" gleich: Ein Becken mit frischem Wasser in stagnierender Umgebung wird unweigerlich zu einem Algenbiotop. John Wilson Jr., Präsident von Aqua Doc Lake and Pond, erklärt, dass vermutlich chlorhaltiges Stadtwasser eingepumpt wurde, doch sobald sich das Chlor verflüchtigt hatte, blieb nur noch reines Wasser übrig. Kombiniert mit Sonneneinstrahlung, sommerlicher Erwärmung und dem Fehlen jeglicher Pflanzen oder Bakterien entstand ein perfektes Ökosystem für Algen.

Das Kernproblem: Versiegelungen halten ohne kontrollierte Wasserchemie nicht stand. Eine bloße blaue Beschichtung kann kein funktionierendes Wasseraufbereitungssystem ersetzen.

Donald Trump: Experten haben eine Lösung für sein Pool-Desaster

Die Empfehlungen der Experten sind deutlich: Ohne ein professionelles Filtersystem wird sich das Problem nicht dauerhaft lösen lassen. Wilson schlägt vor, das Becken künftig wie einen Swimmingpool zu behandeln - mit kontinuierlicher Filtration, UV-Beleuchtung oder Ozonbehandlung. Nur durch regelmäßige Aufbereitung könne das Algenwachstum verhindert werden.

Tyler Dailey von Aquatic Design Partners geht noch einen Schritt weiter und plädiert für eine grundlegende Analyse der hundertjährigen Betonkonstruktion. Er würde durch den Boden bohren, um Rücklaufdüsen zu installieren, die gefiltertes Wasser nach Durchlauf durch Desinfektions- und pH-Regulierungssysteme zurück ins Becken leiten. Ohne vorab gesammelte Daten über den Zustand der Struktur sei eine wirkliche Problemlösung unmöglich, betont der Ingenieur.

Beide Fachleute stimmen darin überein: Es handelt sich um eine "Alles-oder-Nichts-Situation". Halbherzige Maßnahmen wie eine bloße Versiegelung werden die unkontrollierte Wasserchemie nicht in den Griff bekommen.

Experte prophezeit weitere Probleme für Trumps Lieblingsprojekt

Bis zum 4. Juli, dem 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten, verbleiben Donald Trump nur noch wenige Tage. Das Innenministerium und der National Parks Service haben die Sanierung zur "regionalen und nationalen Priorität" erklärt – der Druck ist enorm.

Doch selbst wenn kurzfristige Verbesserungen gelingen: Eine wirklich makellose Wasserfläche wird das Becken vermutlich nie bieten. Wilson gibt zu bedenken, dass er das Monument in seinem Leben mehrfach besucht habe – "es sah nie schlecht aus, aber ich habe es auch nie perfekt gesehen." Die geringe Tiefe des Pools mache kristallklares Wasser praktisch unmöglich, es sei denn, die Regierung investiere monatlich etwa 40.000 Dollar in die Instandhaltung.

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