Donald Trump: Trump entfacht "Wein-Krieg" - US-Präsident zündet Zoll-Bombe beim G7-Gipfel
Beim G7-Gipfel in Évian spitzt sich der Streit zwischen den USA und Frankreich dramatisch zu: US-Präsident Donald Trump droht mit massiven Strafzöllen auf Wein – und stellt damit den gesamten transatlantischen Handel erneut auf die Probe.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
Suche
- Trump droht Frankreich mit 100-Prozent-Zöllen auf Weinimporte
- Auslöser ist die französische Digitalsteuer auf US-Techkonzerne
- Der Konflikt könnte den laufenden G7-Gipfel massiv belasten
Trump droht Frankreich mit 100-Prozent-Zöllen auf Wein
Mitten im ohnehin angespannten G7-Treffen im französischen Évian verschärft Donald Trump den Konflikt mit dem Gastgeberland drastisch. In einem Interview mit der "New York Post" drohte der US-Präsident mit Strafzöllen von 100 Prozent auf französischen Wein – sollte Paris seine Digitalsteuer nicht abschaffen.
Die Botschaft ist eindeutig: Trump setzt auf maximale wirtschaftliche Härte.
Weitere Nachrichten zu Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.
Weitere Trump-News finden Sie am Ende des Artikels.
Digitalsteuer als Zankapfel im Tech-Konflikt
Im Zentrum des Streits steht die sogenannte GAFAM-Steuer. Sie trifft große US-Technologiekonzerne wie Google, Amazon, Meta und Apple und belastet deren Umsätze in Frankreich mit einer Abgabe. Trump selbst begründet seine Drohung mit den Worten: "Ich habe keine Wahl", erklärte er gegenüber der Zeitung.
Die Steuer existiert seit 2019 und beträgt drei Prozent auf in Frankreich erzielte Umsätze – nicht auf Gewinne. Gerade das macht sie für US-Konzerne besonders teuer. Nach Angaben des französischen Finanzministeriums brachte die Abgabe zuletzt rund 700 Millionen Dollar in die Staatskasse.
Politischer Streit eskaliert: Steuer sogar fast verdoppelt
Der Konflikt hat eine lange Vorgeschichte. Im französischen Parlament wurde im vergangenen Oktober sogar eine Verdopplung der Digitalsteuer auf sechs Prozent beschlossen – mit großer Mehrheit.
Die Nationalversammlung stimmte mit 296 zu 58 Stimmen dafür, den Druck auf internationale Techkonzerne weiter zu erhöhen.
Zeitweise standen sogar 15 Prozent Steuerhöhe im Raum. Doch die Regierung stoppte das Vorhaben – aus Angst vor massiven Gegenreaktionen aus Washington. Der damalige Wirtschaftsminister Roland Lescure warnte deutlich: Eine "unverhältnismäßige" Steuer werde "unverhältnismäßige" amerikanische Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen.
Frankreich isoliert im internationalen Steuerstreit
Der harte Kurs Frankreichs steht international zunehmend allein da. Andere Länder reagierten bereits auf den US-Druck:
- Kanada setzte seine Digitalsteuer nach abgebrochenen Verhandlungen mit Washington aus
- Italien prüft laut Berichten eine Abschaffung
- Nur Großbritannien hält bislang an seiner Regelung fest
Der Trend zeigt: Der wirtschaftliche Druck der USA wirkt.
Weißes Haus verschärft Tonlage
Auch das Weiße Haus unterstreicht die harte Linie. In einem Präsidentenmemo vom Februar 2025 heißt es, amerikanische Unternehmen würden "gescheiterte ausländische Volkswirtschaften nicht länger durch erpresserische Bußgelder und Steuern stützen".
G7 unter Druck: Kommt es zum großen Handelsknall?
Während sich die sieben führenden Industrienationen noch bis Mittwoch im G7-Gipfel austauschen, droht der Konflikt zwischen den USA und Frankreich das Treffen zu überlagern.
Trumps Zoll-Drohung trifft dabei nicht nur die französische Weinbranche – sondern könnte den ohnehin angespannten transatlantischen Handel weiter destabilisieren.
Auch diese Trump-News sind einen Blick wert:
- Fake-Kuss bei Melania und Donald - diese Szene sorgt für Empörung
- Trump-Sohn sorgt mit neuem Look für Aufsehen
- Trumps Atom-Plan geplatzt - US-Päsident vom Iran eiskalt ausgetrickst
- Trump ungewohnt offen - US-Präsident hadert mit dem Älterwerden
- "Gehirn ist Matsch" - Trump-Auftritt lässt Beobachter ratlos zurück
sba/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.