Krieg in Nahost: Syrien: Planen keine Beteiligung am Krieg im Libanon
Die Hisbollah bleibt im Libanon eine mächtige Kraft, Chancen auf eine dauerhafte Entwaffnung sind ungewiss. Syrien stellt nun klar, dass das Nachbarland sich an dem Konflikt nicht beteiligen wird.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Syrien plant nach Worten von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa keine Beteiligung am Krieg im benachbarten Libanon zwischen der Hisbollah und Israel. Die Gerüchte über einen Einmarsch Syriens im Libanon seien falsch, sagte al-Scharaa gestern in Damaskus der Staatsagentur Sana zufolge. "Wir unterstützen ein Ende des Kriegs, eine Stärkung der Institutionen, die Schmiede wirtschaftlicher Verknüpfungen und eine Beruhigung der Lage im Libanon." Viel wichtiger sei für Syrien aktuell die Frage der schätzungsweise 1,5 Millionen syrischen Flüchtlinge im Libanon.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine mögliche Beteiligung Syriens am Krieg Israels gegen die Hisbollah erwähnt. Die USA könnten dem Libanon helfen mit gezielteren Angriffen gegen die Miliz, "oder wir können Syrien empfehlen". Syrien habe einen "guten Anführer" und bringe die Lage im eigenen Land sehr erfolgreich unter Kontrolle, sagte Trump - eine Anspielung auf den Sturz des früheren syrischen Machthabers Baschar al-Assad, der mit dem Iran und der Hisbollah verbündet war.
Die Regierung von Syriens Übergangspräsident al-Scharaa sucht die Nähe zu arabischen Staaten, den USA und weiteren Ländern des Westens. Gegenüber dem Iran, dem wichtigsten Unterstützer der Hisbollah, wie auch zu Israel ist Damaskus eher auf vorsichtige Distanz gegangen.
Die Beziehungen zwischen Syrien und dem Libanon sind seit Jahrzehnten von Spannungen und teils schweren Konflikten geprägt. Syrische Truppen waren während des Bürgerkriegs im Libanon (1975-1990) in das Nachbarland einmarschiert und offiziell erst 2005 abgezogen. Syriens Regierung hatte dort in dieser Zeit massiven Einfluss auf Politik, Militär und Sicherheitsbehörden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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