Donald Trump: Trump sieht "völliger Demütigung" entgegen - jetzt soll Vance übernehmen
Wenn der US-Präsident erwägt, seinen Vizepräsidenten zur Unterzeichnung eines Deals zu schicken, weil ihm die Sache zu peinlich ist, läuft etwas gewaltig schief. Ein Experte sieht eine unumkehrbare Demütigung für Donald Trump kommen.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
Suche
- Donald Trump fühlt sich "hinters Licht geführt"
- Donald Trump soll 300 Milliarden Dollar an Teheran zahlen
- J.D. Vance soll von "Demütigung" ablenken
- Trump wollte eigentlich Regimewechsel im Iran
Nachdem Donald Trump, der zuletzt bei einer fiesen Lästerattacke bloßgestellt wurde, einen geplanten Großangriff auf den Iran in letzter Minute gestoppt hat, könnten durchgesickerte Einzelheiten über ein mögliches Abkommen mit dem Iran für den US-Präsidenten zur Blamage werden. Dies erklärte Michael Weiss, Redakteur bei "Insider" in der Sendung "Morning Joe" auf MSNBC. Sollte Trump seine Unterschrift unter die Vereinbarung setzen, drohe ihm eine "völlige Demütigung", warnte der Experte.
Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.
Donald Trump fühlt sich "hinters Licht geführt"
Weiss zufolge habe der US-Präsident mittlerweile begriffen, dass er bei dem gesamten Iran-Unterfangen "hinters Licht geführt worden" sei. Trump sei inzwischen zu der Einsicht gelangt, dass man ihm etwas verkauft habe, was die Versprechungen nicht halte.Die iranische Nachrichtenagentur Mehr News hat bereits ihre Version des Deals veröffentlicht, dessen Konditionen für Washington äußerst ungünstig ausfallen würden. Ob diese Darstellung tatsächlich dem finalen Memorandum entspricht, bleibt allerdings unklar.
Donald Trump soll angeblich 300 Milliarden Dollar an Teheran zahlen
Laut der iranischen Nachrichtenagentur würde Teheran gemäß dieser Version insgesamt 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Landes von den USA erhalten. Hinzu kämen weitere 24 Milliarden Dollar als direkte Finanzspritze. Besonders brisant: Die Hälfte dieser Gelder solle bereits fließen, bevor die eigentlichen Verhandlungen überhaupt beginnen. Für einen Präsidenten, der einst eine Politik des maximalen Drucks gegen Teheran verfolgte, wäre dies ein dramatischer Kurswechsel.
Weiss betonte während der Sendung, dass derzeit nicht sicher sei, ob diese iranische Darstellung dem tatsächlichen Verständigungsmemorandum entspricht. Dennoch würden allein diese Bedingungen einen massiven finanziellen Vorteil für den Iran bedeuten. Die Zahlen stammen aus der iranischen Version des Abkommens, was Fragen über die tatsächlichen Konditionen aufwirft.
Problematisch für Donald Trump: Keine Rede von Raketen und Terror-Finanzierung
Was als historischer Deal angekündigt wird, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als deutlich weniger substanziell. Weiss stellte klar, dass es sich lediglich um eine Absichtserklärung für weitere Gespräche sowie eine Verlängerung des Waffenstillstands handle. Wirklich neue Elemente fehlten in dem Abkommen vollständig.
Besonders problematisch: Die iranische Darstellung erwähnt zentrale Streitpunkte mit keinem Wort. Weder das Raketenprogramm Teherans noch die Finanzierung oder Bewaffnung terroristischer Stellvertreter wie der libanesischen Hisbollah finden in der Version Erwähnung. Diese Auslassungen dürften in Washington für Kritik sorgen.
Donald Trump könnte J.D. Vance schicken, um von "Demütigung" abzulenken
Angesichts des potenziellen Gesichtsverlusts könnte Trump auf eine ungewöhnliche Strategie zurückgreifen, so Weiss' Spekulation. "Ich kann verstehen, warum Trump J.D. Vance zu einer Unterzeichnungszeremonie schicken möchte statt Donald Trump selbst", erklärte der Experte schmunzelnd. Der Vizepräsident als Ersatz bei einer derart brisanten Zeremonie wäre ein deutliches Signal.
Trump wollte eigentlich Regimewechsel im Iran
Die ursprünglichen Trump-Ambitionen waren weitaus größer. Weiss erinnerte daran, dass Washington einen vollständigen Regimewechsel im Iran anstrebte. Auch Israel habe fest mit einem solchen Umsturz gerechnet und seine Planungen darauf ausgerichtet. Die Kurden sollten mit amerikanischen Waffen ausgerüstet werden, um gegen das Regime in Teheran zu kämpfen.
Nun wolle Trump einfach nur noch raus aus der verfahrenen Situation. Der Präsident sucht verzweifelt nach einem Ausweg und habe seine Aufmerksamkeit bereits auf ein neues Thema gerichtet. Laut Weiss konzentriere sich Trump mittlerweile auf die Kuba-Politik, offenbar bereit, das Iran-Kapitel so schnell wie möglich abzuschließen.
Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:
- Von Donald fehlt jede Spur - First Lady schon wieder alleine gelassen
- Vertrauter prophezeit Trump die schlimmsten zwei Jahre seines Lebens
- Überwachungs-Alarm bei Trump - brisantes Vorhaben fliegt jetzt auf
- US-Präsident stellt Vertraute vor vollendete Tatsachen
- US-Präsident attackiert TV-Star nach Eklat - "dumm wie ein Stein"
rut/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.