Krieg in Nahost: Iranisches Öl an Bord? US-Militär greift erneut Tanker an
In immer kürzeren Abständen greift das US-Militär Tanker an, die angeblich iranisches Öl transportieren wollten. Es gibt einen neuen Vorfall.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Beschossen worden sei der Maschinenraum des Schiffes "Jalveer", das unter der Flagge des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau fahre, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die Besatzung habe wiederholt Anweisungen der US-Streitkräfte missachtet. Es ist bereits das dritte Mal binnen weniger Tage, dass das US-Militär Tanker außer Gefecht setzt.
Erneut indische Seeleute betroffen
Wie schon bei den beiden vorangegangenen Angriffen auf Handelsschiffe in dieser Woche in der Region waren erneut überwiegend indische Besatzungsmitglieder betroffen. Wie das Schifffahrtsministerium in Neu-Delhi mitteilte, sind alle 20 Inder an Bord der "Jalveer" in Sicherheit. Die Behörde sprach von einem "Sicherheitsvorfall auf See" nahe dem omanischen Hafen Shinas und von einem "Asphalttanker". Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte zuvor unter Berufung auf lokale Behörden über ein Feuer im Maschinenraum des Schiffes berichtet.
Drei tote Seeleute
Nach dem Beschuss eines unter der Flagge Palaus fahrenden Tankers am Mittwoch im Golf von Oman durch das US-Militär waren nach Angaben Indiens drei zunächst vermisste indische Besatzungsmitglieder tot aufgefunden worden. 21 indische Besatzungsmitglieder konnten demnach gerettet werden. Indien hatte den Beschuss verurteilt und bei den USA Protest eingelegt.
Am Montag war bereits ein anderer Tanker unter Palaus Flagge vom US-Militär beschossen worden. Alle 24 Seeleute aus Indien an Bord wurden Angaben der indischen Behörden zufolge gerettet.
Die USA haben eine Blockade iranischer Häfen verhängt als Reaktion auf die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Seit Mitte April wurden nach US-Angaben nun insgesamt neun Schiffe manövrierunfähig gemacht. Mit der Blockade der Häfen machen die USA Druck auf den Iran, der wirtschaftlich stark vom Ölhandel abhängt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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