Donald Trump: US-Präsident plaudert Machtplan aus - Vertraute überrumpelt

Donald Trump überrascht seine Tech-Elite mit einem Plan, bei dem ihnen unter Umständen die Kinnlade nach unten klappen könnte. Der US-Präsident will plötzlich Anteile an ihren Konzernen übernehmen. Dabei waren sie zuvor extra auf Schmusekurs gegangen.

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Mit einer Ankündigung könnte Donald Trump so manchen Vertrauten überrascht haben. (Foto) Suche
Mit einer Ankündigung könnte Donald Trump so manchen Vertrauten überrascht haben. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump greift nach der Macht - Vertraute völlig überrumpelt
  • OpenAI-Chef brachte Donald Trump auf die Idee
  • Donald Trump vollzieht plötzliche Kehrtwende

Die Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley erlebten zuletzt eine unangenehme Überraschung: US-Präsident Donald Trump, der jüngst mit einer Weigerung seinen eigenen Justizminister brüskierte, verkündete an Bord der Air Force One vor Journalisten, dass seine Regierung möglicherweise staatliche Anteile an Unternehmen erwerben könnte, die sich mit Künstlicher Intelligenz befassen. Die Ankündigung dürfte für die betroffenen Konzernchefs vollkommen unerwartet gekommen sein.

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Donald Trump greift nach der Macht - Vertraute völlig überrumpelt

Der US-Präsident hatte in seiner zweiten Amtszeit bislang eher eine zurückhaltende Position gegenüber der KI-Branche eingenommen und staatliche Eingriffe weitgehend vermieden. Mit seiner jüngsten Äußerung signalisiert Trump nun eine deutliche Kursänderung.

  • Trump kündigte vor den Reportern an, dass in sehr naher Zukunft ein Treffen mit sämtlichen KI-Konzernen anstehe.
  • "Alle großen" Unternehmen der Branche würden "wahrscheinlich nächste Woche" ins Weiße Haus kommen, erklärte der Präsident. Dabei wolle man darüber sprechen, "wie das amerikanische Volk vom Erfolg der KI profitieren kann".

Die pikante Wendung: Von diesem geplanten Treffen hatten die betroffenen Konzernlenker zuvor keine Kenntnis, wie das Nachrichtenportal NOTUS schreibt. Welche Firmen genau eingeladen werden sollen, wurde nicht spezifiziert.

  • Zu den führenden KI-Unternehmen zählen unter anderem Nvidia, SpaceX, Apple, Google, OpenAI, Meta und Palantir - deren CEOs in den vergangenen Monaten bemüht waren, sich bei Trump einzuschmeicheln. Es steht zu vermuten: Nach dem Schmusekurs könnten sie sich jetzt dennoch "abserviert" vorkommen.

OpenAI-Chef brachte Trump auf die Idee

Eine bemerkenswerte Ausnahme unter den überrumpelten Tech-Bossen stellt Sam Altman dar. Der 41-jährige OpenAI-Chef hatte die Idee staatlicher Beteiligungen bereits seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit mit dem Präsidenten erörtert, wie die "Washington Post" berichtete.

  • Demnach sieht das Konzept vor, dass OpenAI freiwillig einen Teil des Unternehmens an einen staatlichen Fonds abgeben würde.
  • Andere KI-Konzerne sollten diesem Beispiel folgen und ebenfalls Anteile beisteuern. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht zu den Plänen.
  • Altman scheint somit als treibende Kraft hinter Trumps überraschender Ankündigung zu fungieren - während seine Branchenkollegen im Dunkeln gelassen wurden.

Donald Trump vollzieht plötzliche Kehrtwende

Der Präsident hatte in seiner zweiten Amtszeit zunächst eine Politik der Nicht-Einmischung verfolgt und der KI-Industrie weitgehend freie Hand gelassen. Diese Zurückhaltung manifestierte sich noch in der vergangenen Woche, als Trump eine lange erwartete Durchführungsverordnung unterzeichnete. Das Dekret fordert die Unternehmen lediglich auf, ihre KI-Modelle auf freiwilliger Basis bis zu 30 Tage vor der öffentlichen Einführung staatlichen Tests zu unterziehen.

Allerdings war selbst diese moderate Regelung bereits das Ergebnis interner Auseinandersetzungen. Im Weißen Haus tobt ein Machtkampf zwischen rivalisierenden Lagern, die sich für mehr oder weniger Regulierung der Branche einsetzen. Die ursprüngliche Verordnung wurde aufgrund dieser Konflikte deutlich abgeschwächt. Trumps neue Bereitschaft, der Regierung eine aktivere Rolle in der boomenden KI-Industrie zuzugestehen, wirkt vor diesem Hintergrund umso bemerkenswerter - wenn auch nach wie vor zögerlich.

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