Boris Pistorius: Pistorius über Kampfjet-Aus: "Mich schmerzt das sehr"

Seit 2017 liefen die Planungen für einen deutsch-französischen Kampfjet – ohne Erfolg. Jetzt äußert sich der Verteidigungsminister zu dem Aus.

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Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) spricht im Deutschen Bundestag. (Foto) Suche
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) spricht im Deutschen Bundestag. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist über das Scheitern des milliardenschweren Rüstungsprojekts für einen deutsch-französischen Kampfjet enttäuscht. "Mich schmerzt das sehr", sagte der SPD-Politiker in Berlin. "Jedes deutsch-französische Projekt, das nicht erfolgreich ist, ist eines, was mir nicht gefällt, weil ich weiß, wie wichtig die deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa ist."

Am Ende müsse man aber trennen zwischen Kopf und Herz. "Hier war keine Einigung mehr erreichbar", sagte Pistorius. "Sowohl Friedrich Merz als auch ich haben mit Dassault und mit Airbus gesprochen, intensiv, bilateral, multilateral. Macron hat es seinerseits versucht. Die entscheidenden Hürden konnten nicht genommen werden oder sollten nicht genommen werden von der Industrie."

Am Montag hieß es aus Regierungskreisen, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seien zu der gemeinsamen Einschätzung gekommen, dass die Unternehmen Dassault und Airbus bei dem Projekt "Future Combat Air System" (FCAS) nicht zusammenfinden.

Pistorius: Verhältnis zu Frankreich unverändert

"Dass das Aus für FCAS jetzt kam, war ja nicht mehr überraschend", sagte Pistorius. Es gebe aber keinen Grund zu der Annahme, dass deswegen das deutsch-französische Verhältnis angespannt sei. "Das war ein ambitioniertes, großes europäisches Projekt, das an der Realität jetzt zerschellt. Damit müssen wir leben. An dem Verhältnis zu Frankreich ändert das gar nichts."

Welches andere Projekt für einen neuen Kampfjet sich jetzt durchsetzen könnte, wollte Pistorius nicht kommentieren. "Auch darüber sind wir schon seit Monaten im Gespräch mit verschiedenen Akteuren", sagte der Minister.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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