Donald Trump: An Schlaf ist nicht zu denken - US-Präsident explodiert kurz vor Mitternacht
Als NBC-Moderatorin Kristen Welker nach Beweisen für seine Betrugsvorwürfe fragte, stürmte Donald Trump wütend davon. Kurz vor Mitternacht legte der US-Präsident auf Truth Social mit weiteren unbelegten Anschuldigungen nach.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump explodiert spätabends im Netz
- Donald Trump wettert gegen Kalifornien-Wahl
- Donald Trumps bekanntes Muster entlarvt
An Schlaf ist bei Donald Trump offenbar nicht zu denken. In den späten Abendstunden, beziehungsweise kurz vor Mitternacht (Ortszeit an der US-Ostküste) veröffentlichte der US-Präsident auf Truth Social eine bedrohlich klingende Botschaft über die laufenden Wahlen in Kalifornien. Ohne jegliche Belege zu präsentieren, behauptete er darin, die Abstimmungen seien manipuliert. Bereits zuletzt hatte Trump ähnliche Behauptungen aufgestellt.
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Donald Trump explodiert spätabends im Netz wegen Kalifornien-Wahl
Donald Trump warf den Demokraten ungeniert vor, zwei republikanische Kandidaten zu betrügen - sowohl bei der Bürgermeisterwahl in Los Angeles als auch bei der Vorwahl um das Gouverneursamt.
- "Beobachtet irgendjemand die KORRUPTE Wahl, die in Kalifornien stattfindet", schrieb Trump in seinem Post.
Sollten die "Dumocrats", wie er die Demokraten abwertend nannte, erfolgreich sein, würde dies zu "großen Schwierigkeiten und Bestürzung" führen. Trump forderte seine Anhänger auf, diese Wahl "genau zu beobachten".
Donald Trump wettert gegen Kalifornien-Wahl: Auszählung läuft noch
Die Stimmen werden in Kalifornien weiterhin ausgezählt. Bei der parteiübergreifenden Gouverneursvorwahl sind bislang 72 Prozent der Stimmen erfasst. Xavier Becerra, der unter US-Präsident Biden als Gesundheitsminister tätig war, hat sich bereits für die entscheidende Abstimmung im November qualifiziert. Um den zweiten Startplatz liefern sich derzeit der republikanische Ex-Fernsehmoderator Steve Hilton und der demokratische Milliardär Tom Steyer, bekannt für sein Engagement im Klimaschutz, ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Die mehrtägige Auszählung ist in Kalifornien keine Besonderheit, sondern seit Langem üblich. Der Grund liegt in der hohen Zahl an Briefwahlunterlagen und Stimmzetteln, die verspätet bei den Wahllokalen eingehen. In Los Angeles sorgt derweil die Bürgermeisterwahl für Schlagzeilen, bei der unter anderem Spencer Pratt kandidiert, der durch die Reality-Show "The Hills" bekannt wurde.
Donald Trumps bekanntes Muster: Zweifel säen vor möglicher Niederlage
Donald Trumps jüngste Äußerungen erinnern stark an sein Vorgehen vor der Präsidentschaftswahl 2020. Bereits damals bereitete er den Boden, um im Falle einer Niederlage die Legitimität des Ergebnisses anzufechten. Nun wendet er die gleiche Taktik bei den kalifornischen Wahlen an und unterstellt fälschlicherweise eine Manipulation, sollten die republikanischen Kandidaten unterliegen.
- Sein bevorzugtes Angriffsziel bleibt dabei die Briefwahl, die er seit Jahren kritisiert.
- Die Statistik zeigt ein klares Muster: Demokratische Wähler nutzen traditionell deutlich häufiger die Möglichkeit der Briefwahl, während Republikaner mehrheitlich am Wahltag selbst ihre Stimme abgeben.
- Diese unterschiedlichen Wahlgewohnheiten führen oft dazu, dass sich das Ergebnis mit fortschreitender Auszählung der Briefwahlunterlagen zugunsten demokratischer Kandidaten verschiebt - ein völlig normaler und nachvollziehbarer Vorgang, den Trump jedoch als Beweis für angeblichen Betrug darstellt.
"Ich habe genug" - Trump-Wutausbruch mitten im Interview
Bereits Stunden vor seinem Ausbruch im Netz lieferte Donald Trump einen Vorgeschmack auf seine Frustration. Als Kristen Welker, Moderatorin der NBC-Sendung "Meet the Press", Trump nach konkreten Belegen für seine Manipulationsvorwürfe fragte, geriet das Gespräch außer Kontrolle. Seine Antwort fiel denkbar dünn aus:
- "Ich muss mir das nur ansehen."
Die Journalistin hakte nach und stellte klar: "Das ist kein Beweis." Diese Feststellung brachte das Fass zum Überlaufen. Trump brach das Interview abrupt ab und verließ wütend das Studio. Zuvor schimpfte er noch gegen die anwesende Moderatorin und die gesamte Medienlandschaft.
- "Sie sind korrupt, und Meet the Press ist korrupt, und ABC und CBS und CNN auch. Einseitige korrupte Netzwerke. Lassen Sie uns Schluss machen, denn ich habe genug", wetterte der Präsident, bevor er mit einem sarkastischen "Danke, Liebes. Viel Spaß" das Weite suchte.
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