Iran-Krieg: US-Militär: Iranische Angriffe in der Golfregion abgewehrt
Trotz geltender Waffenruhe eskaliert die Lage zwischen den USA und dem Iran erneut. Nach einem US-Angriff auf einen unbeladenen Öltanker übt Teheran nach eigenen Angaben Vergeltung.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen größeren Angriff des Irans auf Ziele in der Golfregion erfolgreich abgewehrt. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem "Selbstverteidigungsschläge" auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt worden. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Unmittelbar zuvor hatten Kuwait und der Inselstaat Bahrain Angriffe mit Raketen und Drohnen gemeldet. Die beiden Staaten am Persischen Golf beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte. Nach US-Angaben verfehlten die jüngsten Angriffe ihre Ziele, entweder weil Raketen nicht funktionierten oder weil sie von der Luftabwehr abgefangen wurden.
Das US-Militär teilte weiter mit, es seien drei vom Iran auf zivile Schiffe abgefeuerte Drohnen abgeschossen worden. Die Schiffe hätten sich rechtmäßig in den Gewässern der Region befunden. Das US-Militär stehe auch während der aktuellen Waffenruhe weiter bereit, iranische Aggressionen abzuwehren, erklärte Centcom.
US-Angriff auf Öltanker als Anlass der jüngsten Angriffe?
Der Grund für den jüngsten Schlagabtausch trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen für ein Kriegsende schien ein Einsatz des US-Militärs vom Dienstag gewesen zu sein. Das US-Militär hatte vor der für Irans Ölexport wichtigen Insel Kharg nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker angegriffen, der versucht haben soll, einen iranischen Hafen anzulaufen. Das Schiff sei mit einer Rakete außer Gefecht gesetzt worden.
Ein iranischer Militärsprecher bestätigte auf X Vergeltungsschläge durch die Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht der Islamischen Republik. Man habe gewarnt, "dass jede Aggression eine andere und entschiedenere Reaktion nach sich ziehen würde, und wir haben diese auch umgesetzt. Diese Reaktionen sollten eine Lehre sein", hieß es. Jede Bedrohung der Sicherheit der Straße von Hormus werde das US-Militär "teuer zu stehen kommen", warnte der Militärsprecher.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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