Magdeburg/Berlin: Paritätischer Armutsbericht: Sachsen-Anhalt stark betroffen

Während in Bayern etwa jede achte Person von Armut betroffen ist, gilt dies in Sachsen-Anhalt für mehr als jede fünfte Person. Ein großer Verband legt neue Zahlen vor.

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Die Armutquote in Sachsen-Anhalt ist nach einem neuen Bericht des Paritätischen Gesamtverbands weiterhin die zweithöchste aller Bundesländer. Die Quote sank laut dem Armutsbericht zwar von 22,3 Prozent im Jahr 2024 auf nun 21,3 Prozent, allerdings liegt sie nur in Bremen mit 27,5 Prozent darüber.

Deutschlandweit stieg die Armutsquote von 2024 zu 2025 um 0,6 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent. "13,3 Millionen Menschen leben hierzulande in Armut – betrachtet man allein die relative Einkommensarmut", so der Verband.

Diese Zahlen hatte das Statistische Bundesamt im Februar bereits mitgeteilt. Offiziell gelten die Betroffenen dabei - auf Basis einer Definition der Europäischen Union - als armutsgefährdet. Der Verband unterstreicht nun, dass es einen "einen traurigen Rekord" gegeben habe. In keinem der vorangegangenen Jahre seien so vielen Menschen von Armut betroffen gewesen.

Hier ist die Armut geringer

Die Unterschiede zwischen den Regionen ist demnach groß. So gebe es in Bayern und Baden-Württemberg mit ihrer jeweils starken Wirtschaftsstruktur die niedrigsten Armutsquoten, mit 12,6 beziehungsweise 13,2 Prozent.

Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen, gelten als armutsgefährdet, wie die Statistiker dies nennen, oder als arm, wie es der Wohlfahrtsverband formuliert. Bei Alleinlebenden lag diese Grenze zuletzt bei netto 1.446 Euro im Monat, für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3.036 Euro.

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