Jerome Powell: Subtiler Trump-Angriff - dieses Statement dürfte den US-Präsidenten erzürnen
Bittere Abrechnung von Jerome Powell. Bei seiner ersten öffentlichen Rede nach seinem Rücktritt warnt der Ex-Zentralbank-Chef vor einem gefährlichen Präzedenzfall und teilte subtil gegen Donald Trump aus, ohne den US-Präsidenten namentlich zu nennen.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
Suche
- Jerome Powell startet subtilen Angriff auf Donald Trump
- Ex-Fed-Chef warnt nach Rücktritt vor gefährlichem Präzedenz-Fall
- Powell betont Wichtigkeit der politischen Unabhängigkeit der Zentralbank
- Trumps Angriffe gefährden Glaubwürdigkeit der Zentralbank
Jerome Powell, früherer Chef der US-Notenbank Federal Reserve (kurz: Fed), hat sich erstmals seit seinem Rücktritt am 15. Mai 2026 öffentlich zu Wort gemeldet. Wie das US-Portal "Axios" berichtet, richtete er bei der Entgegennahme des John F. Kennedy "Profiles in Courage"-Awards am Sonntag (31. Mai) deutliche Worte an die Politik.
Weitere Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik finden Sie am Ende dieses Artikels.
Jerome Powell startet subtilen Angriff auf Donald Trump
Die Zentralbank befinde sich in einem "Stresstest", erklärte Powell laut "Axios". Die Glaubwürdigkeit der Institution stehe auf dem Spiel. "Der Kongress hat klugerweise entschieden, geldpolitische Entscheidungen von politischem Druck abzuschirmen", betonte der ehemalige Fed-Chef. Diese Schutzmaßnahmen hätten der Öffentlichkeit bislang gute Dienste geleistet und Regierungen beider Parteien hätten sie respektiert.
Ex-Fed-Chef warnt nach Rücktritt vor gefährlichem Präzedenz-Fall
In seiner Ansprache machte Jerome Powell deutlich, welche Konsequenzen ein Eingriff der Regierung in die Personalentscheidungen der Fed hätte. "Wenn irgendeine Regierung einen Weg findet, Fed-Beamte wegen politischer Differenzen zu entlassen, dann werden künftige Regierungen das ebenfalls tun", warnte er. Die Öffentlichkeit würde das Vertrauen verlieren, dass die Zentralbank ihre Entscheidungen ausschließlich zum Wohl aller Amerikaner treffe.
Powell betont Wichtigkeit der politischen Unabhängigkeit der Zentralbank
Weiterhin bekräftigte der Ex-Notenbankchef den Anspruch der Institution auf Unabhängigkeit. "Die Öffentlichkeit hat jedes Recht zu erwarten, dass wir unsere Entscheidungen nur auf Basis unserer besten wirtschaftlichen Analyse treffen", so Powell. Parteipolitische Erwägungen spielten dabei keine Rolle. Damit teilte der Ex-Fed-Chef subtil gegen Donald Trump aus, ohne den US-Präsidenten namentlich zu nennen.
Konflikt zwischen Donald Trump und Jerome Powell eskalierte während zweiter Amtszeit
Das Verhältnis zwischen Jerome Powell und US-Präsident Donald Trump war während dessen zweiter Amtszeit von erheblichen Spannungen geprägt. Trump unternahm Versuche, den Fed-Chef zu entlassen, weil dieser sich weigerte, die Zinsen wie vom US-Präsidenten gewünscht zu senken. Bei einem Besuch in der Zentralbank kam es sogar zu einer direkten Konfrontation, bei der Donald Trump versuchte, Jerome Powell vor laufenden Kameras bloßzustellen. Doch schließlich war es Trump selbst, der bloßgestellt wurde, als der Fed-Chef dem Republikaner entschieden widersprach.
Auch diese Meldungen zu Donald Trump sowie der US-Politik sind einen Blick wert:
- Seine Zeit ist abgelaufen - Donald Trump eingeholt von seiner Vergangenheit
- Unerhörter Trump-Angriff auf Papst Leo XIV. sorgt für Sprachlosigkeit
- Schneller als bislang angenommen - Trump plant Nato-Rückzug
- Stratege trifft Prognose zum Ende von Donald Trumps Amtszeit
- "Du bemühst dich viel zu sehr" - Ivanka Trump erzürnt mit Konzert-Fotos
fka/sfx/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.