Seit dem 9. Mai geschlossen: Baustadtrat räumt Fehler bei Brandschutzkontrollen an TU ein

Der Brandschutz an Schulen, Krankenhäusern, Hotels oder Gaststätten soll von Behörden regelmäßig überprüft werden. Eigentlich zählen auch Universitäten dazu. Im Fall der TU lief das aber anders.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / SimpLine

Im Zusammenhang mit der Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin räumt der Charlottenburger Bezirksstadtrat Christoph Brzezinski Fehler ein. Einige Zeit seien behördlich angeordnete Brandschutzkontrollen, sogenannte Brandsicherheitsschauen, in dem Bezirk wegen Personalmangels "so gut wie gar nicht" durchgeführt worden. Seit einigen Jahren sei das wieder anders, aber: "Wir haben uns dabei zugegebenermaßen dann vor allem auch auf privat betriebene Einrichtungen konzentriert", sagte der CDU-Politiker in einer Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf.

Man sei davon ausgegangen, dass die öffentlich betriebenen Einrichtungen des Landes Berlins mit höherer Wahrscheinlichkeit "von alleine" den Vorschriften entsprächen. "Da muss man im Nachhinein sagen, das war offenbar eine Fehlannahme." Zuvor hatte die "Berliner Morgenpost" berichtet.

Sanierungsbedarf ist seit Jahren bekannt

Wegen Baumängeln ist das Hauptgebäude der Hochschule seit dem 9. Mai geschlossen. Nach Angaben der TU müssen rund 350 Lehrveranstaltungen pro Woche in andere Räume verlegt werden oder digital stattfinden. Wann das Hauptgebäude wieder öffnet, ist derzeit unklar.

"Es ist ehrlicherweise allen, die mit der TU Berlin zu tun haben, seit vielen Jahren bekannt, dass es dort einen ganz erheblichen Sanierungs- und Investitionsrückstau gibt", so Brzezinski, der für die Bereiche Stadtentwicklung, Liegenschaften und IT zuständig ist. Auch die Bauaufsicht habe davon gewusst.

"Ganz konkret sind wir seit ungefähr 1,5 Jahren dabei, uns die Liegenschaften der TU anzusehen", sagte der Bezirksstadtrat. Das geschehe in enger Abstimmung mit der Universität.

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