Berlin: Training für Kriegs- und Krisenfall im Berliner "Resilienzlabor"
Wie kann man sich auf Stromausfall oder Naturkatastrophen vorbereiten? Eine öffentlich geförderte Einrichtung bietet interaktive Trainings für den Ernstfall – und soll in Zukunft für alle offenstehen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Sie soll die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung im Krisenfall stärken und die Zusammenarbeit ziviler und militärischer Organisationen fördern: Eine neue, vom Bund unterstützte Einrichtung in Berlin widmet sich künftig dieser Aufgabe. Im "Resilienzlabor" könnten zivile Hilfsorganisationen und das Militär gemeinsam neue Lösungen entwickeln und erproben, betonte Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) bei der Eröffnungsveranstaltung der Räume in einer Passage am Ostbahnhof. Zudem sollen interessierte Menschen vor Ort realitätsnahe Krisenszenarien wie Krieg, Stromausfall oder Naturkatastrophe interaktiv erleben und lernen können, Not- und Gefahrenlagen zu bewältigen.
Krisentrainings für Organisationen, aber auch interessierte Bürger
Angeboten werden sollen in dem Labor, das sich noch im Aufbau befindet, Krisentrainings für Behörden und Hilfsorganisationen, bei denen durch virtuelle und physische Szenarien Gefahrenlagen interaktiv erlebbar sind. Im Ernstfall sollen dann alle beteiligten Stellen schnell und koordiniert handeln können.
Auch interessierte Menschen sollen digital auf Krisenszenarien vorbereitet werden, um zu lernen, wie Not- und Gefahrenlagen bewältigt werden können. Gestärkt werden solle besonders die Selbsthilfefähigkeit, hieß es. Bürger können Fragen zum richtigen Verhalten in Krisenszenarien beantworten, sich in einem Simulator auf einen Stromausfall vorbereiten, verschiedene Rollen in einem interaktiven Blackout-Szenario einnehmen und eine Notfallkiste mit allen wichtigen Gegenständen in zwei Minuten packen.
Gemeinsames Projekt von Bund, Behörden und Universitäten
Das "Resilienzlabor" ist Kern des Projekts "Resilia", das von der Universität der Bundeswehr, der Berliner Feuerwehr, der Freien Universität Berlin und weiteren Forschungseinrichtungen betrieben und von der Bundesregierung mit Millionensummen gefördert wird. Wann der eigentliche Betrieb beginnen oder Besuchergruppen das "Resilienzlabor" besuchen können, stand zur Vorstellung noch nicht fest. Zunächst war für Besucher von Ende 2026 oder Anfang 2027 die Rede.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
- Regierung: Kabinett gibt BSI und Polizei Befugnisse zur Cyberabwehr
- Friedrich Merz: Merz unter Druck – Union tuschelt über "Reservekanzler" Wüst
- Donald Trump: Experte analysiert "historischen Kollaps" des US-Präsidenten
- Donald Trump: Mit dieser Schimpftirade stolpert "The Don" über eigene Widersprüche
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.