Nach Absetzung von CHP-Chef: Türkische Polizei setzt Wasserwerfer bei Protesten in Izmir ein
Nach dem umstrittenen Führungswechsel bei der größten Oppositionspartei der Türkei reißen die Proteste nicht ab. Die Polizei geht gegen Demonstrierende vor.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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In der westtürkischen Metropole Izmir setzt die Polizei Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, die sich dort versammelt haben, um gegen die Absetzung der Parteiführung der größten Oppositionspartei CHP zu protestieren. Zu den Protesten aufgerufen hatte der abgesetzte Parteichef Özgür Özel. Bereits vor Beginn der Proteste hatte die Polizei den Cumhuriyet Meydani (Platz der Republik) abgesperrt.
Demonstranten flüchteten in die Seitenstraßen, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Rund um den Versammlungsplatz befanden sich demnach mehr als tausend Protestierende, die Slogans riefen wie "Schulter an Schulter gegen den Faschismus" und "Kämpfend werden wir gewinnen". Sie bezeichneten den als Interimsparteiführer eingesetzten Kemal Kilicdaroglu als "Verräter" und setzten ihn in Verbindung mit Präsident Recep Tayyip Erdogan in dem Ausruf "Tayyip Kemal". Es wird eine Rede des abgesetzten Parteichefs Özel erwartet.
Oppositioneller Parteichef abgesetzt
Vergangene Woche hatte ein Gericht den Parteitag 2023 für ungültig erklärt und Özel als Parteivorsitzenden abgesetzt. Im Raum stehen Vorwürfe, dass Delegierte bestochen wurden, um für Özel zu stimmen. Die CHP-Parteiführung weist die Vorwürfe zurück und legte Einspruch beim Obersten Gerichtshof ein. Als CHP-Parteichef setzte das Gericht vorläufig Özels umstrittenen Vorgänger Kilicdaroglu ein. Das löste Proteste in der Hauptstadt Ankara und Istanbul aus.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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