Donald Trump: Notarzt schlägt Alarm wegen Trump-Verhalten - "Etwas stimmt nicht"

Ein Notarzt schlägt Alarm: Der kognitive Test, mit dem Donald Trump immer wieder öffentlich prahlt, wird in der Medizin ausschließlich dann eingesetzt, wenn bereits Hinweise auf einen möglichen geistigen Abbau vorliegen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Ein Notarzt ist besorgt wegen Donald Trumps auffälligem Verhalten. (Foto) Suche
Ein Notarzt ist besorgt wegen Donald Trumps auffälligem Verhalten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump: Ungewöhnliches Verhalten bereitet Notarzt Sorge
  • Donald Trumps kognitiver Test wird nur bei Verdacht eingesetzt
  • Wirbel um Donald Trumps Screening: Dafür wird es eigentlich genutzt

Ein Notarzt hat sich besorgt über das wiederholte öffentliche Prahlen von US-Präsident Donald Trump mit seinen kognitiven Screening-Tests geäußert. Dr. Rob Davidson, der die Organisation "Committee to Protect Healthcare" leitet, beschrieb in einem YouTube-Interview mit dem früheren CNN-Reporter Jim Acosta ein auffälliges Verhaltensmuster des US-Präsidenten.

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Donald Trump: Ungewöhnliches Verhalten bereitet Notarzt Sorge

DonaldTrump verkündet regelmäßig, dass er die kognitiven Untersuchungen mehrfach mit Bravour gemeistert habe. Der Mediziner machte deutlich, dass dieses Verhalten ungewöhnlich sei. Ohne eine Ferndiagnose stellen zu wollen, betonte Davidson als behandelnder Arzt seinen Eindruck vom Präsidenten.

  • "Ich werde keine Diagnose stellen, wir tun das nicht, es ist nicht ethisch, zu versuchen, jemanden zu diagnostizieren", erklärte er.
  • Dennoch fügte er hinzu: "Und ich weiß nicht, ob der Präsident eine Erkrankung hat, aber etwas scheint einfach nicht zu stimmen."
  • Die Tatsache, dass Trump den Test offenbar wiederholt anfordere und damit prahle, stelle selbst einen bemerkenswerten Datenpunkt dar, so Davidson.

Donald Trumps kognitiver Test wird nur bei Verdacht eingesetzt

Der MoCA-Test, über den Trump spricht, ist nach Davidsons Worten kein üblicher Gesundheitscheck. Ärzte setzen dieses Screening ausschließlich ein, wenn entweder medizinisches Fachpersonal oder Familienangehörige Anzeichen für einen möglichen kognitiven Rückgang bemerken.

  • "Das ist einfach nicht typisch, oder?", betonte Davidson.
  • "Es ist nicht das, was man generell bei jeder beliebigen Person machen würde, wenn man keine Bedenken hätte."

Zur Erklärung: Das Verfahren dient dazu, leichte kognitive Einschränkungen zu erkennen - es misst weder Intelligenz noch diagnostiziert es ausgeprägte Demenz.

Wirbel um Donald Trumps Screening: Dafür wird es eigentlich genutzt

Davidson beschrieb den Einsatzzweck: Das Screening kommt zum Tragen, wenn jemand möglicherweise "ein wenig nachlässt" und das den Angehörigen oder dem behandelnden Arzt auffällt. Ein durchschnittlicher gesunder Erwachsener absolviert diesen Test normalerweise nie. Der MoCA sei auch nicht dafür konzipiert, wiederholt zum Zweck der Selbstbeweihräucherung durchgeführt zu werden.

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