Wladimir Putin: Kreml: Rund 40 Dokumente bei Putin in China geplant
Kremlchef Putin reist an diesem Dienstag nach China – wenige Tage nach US-Präsident Trump. Auf dem Programm steht nach Moskauer Angaben die Unterzeichnung von fast 40 Dokumenten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bei dem Besuch von Kremlchef Wladimir Putin in Peking wollen Russen und Chinesen nach offiziellen Angaben aus Moskau insgesamt rund 40 Dokumente unterzeichnen. Dabei gehe es unter anderem um die Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie, Handel, Verkehr, Bauwesen, teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow vor der Abreise mit. Putin wird demnach an diesem Dienstag in Peking ankommen und am Mittwoch Gespräche mit Staats- und Parteichef Xi Jinping führen.
Geplant ist am Mittwochabend laut Uschakow auch eine besonders bedeutsame informelle Tee-Zeremonie im engsten Kreis zu internationalen Fragen. Dabei dürfte es um den Krieg im Iran und in der Ukraine gehen. Tagsüber beim offiziellen Teil sei im Beisein Putins und Xis auch die Unterzeichnung von 21 Dokumenten geplant. Besonders hob Uschakow eine Erklärung zur Schaffung einer multipolaren Weltordnung und internationalen Beziehungen neuen Typs hervor. Danach solle es auch Äußerungen beider Staatschefs vor Medienvertretern geben.
Russland wolle zudem über den Bau der neuen Gaspipeline "Sila Sibirii 2" (auf Deutsch: Kraft Sibiriens) sprechen, die über die Mongolei nach China führen soll. "Das Thema werden wir sehr ausführlich besprechen", sagte Uschakow. Russland will seine bisher schon massiven Gaslieferungen durch die "Sila Sibirii 1" mit einer neuen Leitung noch deutlich ausbauen. China gehört auch zu Russlands wichtigsten Ölkunden.
Kreml: Kein Zusammenhang zu Trumps Besuch in China
Putin wird von mehreren Regierungsmitgliedern und Zentralbankchefin Elwira Nabiullina sowie mehreren Konzernchefs begleitet. Mit dabei sind laut Uschakow auch Alexej Miller, der Chef des staatlichen Gaskonzerns Gazprom, und Igor Setschin, Chef des Ölriesen Rosneft, sowie einige der reichsten Russen, darunter Gennadi Timtschenko und Oleg Derispaska. Wegen der westlichen Sanktionen im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind diese Oligarchen auf China als Handelspartner angewiesen.
Nach Kremlangaben will sich Putin nicht zuletzt aus erster Hand über den China-Besuch von US-Präsident Donald Trump in der vorigen Woche informieren. Uschakow betonte aber, dass Putins Reise in keinem Zusammenhang zu Trumps Visite stehe. Das Datum von Putins Aufenthalt sei bereits im Februar vereinbart worden. Geplant seien in diesem Jahr auch noch drei weitere Treffen Putins mit Xi bei internationalen Veranstaltungen, sagte Uschakow.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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