Donald Trump: Trump plant neue Marine-Supermacht - Kosten für Kriegsschiffe explodieren

Donald Trump treibt ein neues Prestigeprojekt voran: Mit den geplanten "Trump-Class"-Kriegsschiffen soll sein Name künftig auch auf den Weltmeeren präsent sein – und das für Milliarden Dollar.

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Donald Trump treibt den Bau seiner gigantischen Kriegsschiffe voran. (Foto) Suche
Donald Trump treibt den Bau seiner gigantischen Kriegsschiffe voran. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • US-Marine plant neue "Trump-class"-Kriegsschiffe für rund 17,5 Milliarden Dollar pro Stück
  • Pentagon spricht von "tödlichsten Überwasserkampfschiffen, die jemals in den Vereinigten Staaten gebaut wurden"
  • Bau soll frühestens 2028 starten – Kosten übertreffen sogar moderne Flugzeugträger

Die US-Marine plant den Bau einer neuen Kriegsschiffklasse, die alle bisherigen Rekorde sprengen könnte: Die sogenannten "Trump-class" Lenkwaffen-Schlachtschiffe (BBG(X)) sollen nach Angaben aus Pentagon-Budgetunterlagen mehr als 17 Milliarden Dollar pro Stück kosten. Über das jüngste Trump-Projekt berichtet aktuell das Onlineportal "Newsweek".

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Donald Trump plant neue Kriegsschiff-Klasse

Präsident Donald Trump hatte die Schiffe im vergangenen Dezember als Herzstück seiner "Golden Fleet"-Initiative vorgestellt. Laut dem Haushaltsplan des Verteidigungsministeriums für das Fiskaljahr 2027 handelt es sich dabei um die "tödlichsten Überwasserkampfschiffe, die jemals in den Vereinigten Staaten gebaut wurden".

Der ehemalige Marineminister John Phelan, der vergangenen Monat entlassen wurde, bezeichnete die Zahlen gegenüber Reportern als "frühe, erste Schätzung".

Trump-Rüstungsprojekt sorgt für Aufsehen: Teuerste Kriegsschiffe der Geschichte geplant

Mit geschätzten Kosten von rund 17,47 Milliarden Dollar würde das erste Schiff der Trump-Klasse den bisherigen Rekordhalter deutlich übertreffen, erklärt "Newsweek". Die USS Gerald R. Ford, bislang als teuerstes Kriegsschiff der Geschichte gehandelt, schlug mit etwa 13,3 Milliarden Dollar zu Buche.

Die Finanzierung verteilt sich laut Pentagon-Dokumenten auf zwei Haushaltsjahre: Für 2027 sind eine Milliarde Dollar als Vorabfinanzierung für Materialien und Komponenten vorgesehen. Der Löwenanteil von 16,47 Milliarden Dollar soll dann im Fiskaljahr 2028 fließen, wenn die Marine das erste Schiff mit dem Namen USS Defiant (BBG-1) in Auftrag geben will.

Hightech-Waffen auf Basis bewährter Technik

Die neuen Schlachtschiffe sollen mit modernsten Kampfsystemen ausgerüstet werden. Dazu gehören Raketenabschussvorrichtungen, die Landziele in Entfernungen treffen können, die für die aktuelle Flotte unerreichbar sind. Zusätzlich plant die Marine den Einbau von Energiewaffen, die feindliche Bedrohungen abwehren sollen.

Trotz der Bezeichnung "Schlachtschiff" handelt es sich technisch um Überwasserkampfschiffe der nächsten Generation. Die Konstruktion basiert auf Technologie der bewährten Arleigh-Burke-Klasse-Zerstörer. Das Pentagon kündigte an, dass Entwicklung und Bau durch eine Zusammenarbeit zwischen Marine und Privatwirtschaft beschleunigt werden sollen.

Vom Weltkriegs-Giganten zum Trump-Namensgeber

Klassische Schlachtschiffe prägten einst die Seekriegsführung des Zweiten Weltkriegs – schwer gepanzert und mit gewaltigen Geschützen bestückt. Die Marine musterte ihre letzten Exemplare der Iowa-Klasse in den 1990er Jahren aus, als Flugzeugträger und Langstreckenraketen die massiven Schiffe überflüssig machten.

Die Trump-Klasse reiht sich in eine Serie von Namensgebungen während der zweiten Amtszeit des Präsidenten ein. Sein Name ziert mittlerweile auch das Kennedy Center für darstellende Künste, ein Investitionsprogramm für Kinder namens "Trump Accounts", das Medikamentenportal TrumpRx sowie ein Residenzvisum-Programm mit "Trump Gold Card". Selbst auf neu gedruckten Geldscheinen soll künftig Trumps Unterschrift erscheinen.

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