Donald Trump: Nach Umfrage-Absturz - Trump-Nichte rechnet gnadenlos mit Donald ab

Donald Trump liebt Umfragen – solange sie ihm schmeicheln. Doch die jüngsten Zahlen dürften den US-Präsidenten schwer treffen. Ausgerechnet seine Nichte Mary Trump nutzt die Schwächephase jetzt für eine gnadenlose Abrechnung auf X.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump befindet sich derzeit in einem heftigen Umfrage-Tief. (Foto) Suche
Donald Trump befindet sich derzeit in einem heftigen Umfrage-Tief. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Mary Trump reagiert auf X mit scharfer Kritik auf schlechte Umfragewerte von Donald Trump
  • Nichte von US-Präsident erinnert an Covid, die "große Lüge" und den Kapitol-Aufstand
  • Laut ABC News/Washington Post/Ipsos steckt Trump in einem historischen Umfrage-Tief
  • Mary Trump wünscht ihrem Onkel noch schlechtere Umfragewert

Donald Trump steckt in einem massiven Umfrage-Tief – und seine schärfste Kritikerin in der eigenen Familie legt sofort nach. Mary Trump, Psychologin, Autorin und Nichte des US-Präsidenten, veröffentlichte auf X einen wütenden Video-Beitrag, in dem sie die jüngsten Zustimmungswerte ihres Onkels kommentiert. Dabei sparte sie nicht mit Spott und scharfen Angriffen.

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"Was zum Teufel, Amerika?" – Mary Trump teilt nach neuen Trump-Umfragen heftig aus

"Wie ihr wisst, sind Umfragen für Donald sehr wichtig. Nun ja, nicht alle Umfragen. Nur solche, die ihn gut dastehen lassen und ihm ein gutes Gefühl geben. Vielleicht schenkt er dieser hier also nicht allzu viel Beachtung", beginnt Mary Trump ihre Video-Botschaft.

Historisch schlechte Werte für Donald Trump

Hintergrund sind aktuelle Zahlen der gemeinsamen Umfrage von ABC News, The Washington Post und Ipsos. Demnach bewerten nur noch 39 Prozent der Befragten Trumps Arbeit positiv, während 55 Prozent sie ablehnen. Laut ABC handelt es sich um die schlechtesten Werte eines US-Präsidenten nach rund 100 Tagen im Amt seit acht Jahrzehnten.

Besonders schlecht fallen die Bewertungen bei Wirtschafts- und Inflationsthemen aus – also genau den Bereichen, die Trump politisch eigentlich dominieren wollte. Nur 32 Prozent der Befragten äußerten Zustimmung zu seinem Umgang mit Inflation, bei den Zöllen lag die Zustimmung sogar nur bei 34 Prozent.

Mary Trump erinnert an Covid und den Kapitol-Aufstand

Für Mary Trump sind die schlechten Zahlen allerdings noch längst nicht drastisch genug. In ihrem Video zeigte sie sich fassungslos darüber, warum die Werte nicht bereits früher eingebrochen waren. Wörtlich sagte sie: "Was zum Teufel, Amerika? 2018 war das letzte Mal, dass er seine niedrigsten Zustimmungswerte hatte. Was ist mit Covid? Was ist mit der großen Lüge? Was ist mit dem verdammten Aufstand, den er angezettelt hat? Aber nein, die hohen Benzinpreise. Das ist es, was uns zu seinen niedrigsten Zustimmungswerten seit Beginn der Aufzeichnungen führt."

Mit der "großen Lüge" spielt Mary Trump auf Trumps unbelegte Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug bei der US-Wahl 2020 an. Der "Aufstand" bezieht sich auf den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021.

Trump-Nichte fordert radikalen Absturz: "Die Zahl muss noch niedriger werden"

Besonders brisant: Mary Trump beließ es nicht bei der Kritik an ihrem Onkel – sie richtete ihren Frust auch gegen die amerikanischen Wähler. Zum Ende ihres Videos erklärte sie: "Na ja, ich schätze, das ist besser als nichts. Hier ein Profi-Tipp: Die Zahl muss noch niedriger werden." Die Aussagen verbreiteten sich auf X rasch und sorgten erneut für heftige Diskussionen zwischen Trump-Anhängern und Kritikern.

Trump unter Druck wegen Wirtschaft und Inflation

Die aktuellen Umfragen zeigen vor allem eines: Viele Amerikaner machen sich Sorgen um ihre wirtschaftliche Lage. Laut der ABC-/Washington-Post-/Ipsos-Erhebung halten zahlreiche Bürger Trump inzwischen für"abgekoppelt von den Sorgen der Menschen". Vor allem steigende Preise belasten die Stimmung. Genau darauf spielte Mary Trump in ihrem Video an, als sie ironisch bemerkte, dass ausgerechnet hohe Benzinpreise nun zu Trumps schlechtesten Werten führen würden – und nicht die zahlreichen politischen Skandale der vergangenen Jahre. Für Donald Trump kommt der Absturz zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Republikaner stehen bereits mit Blick auf die kommenden Wahlen unter Druck – und neue Negativwerte könnten die Nervosität innerhalb der Partei weiter erhöhen.

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