Kernkraft: Weiterer Castor-Behälter mit Atommüll auf dem Weg nach Ahaus
Der Atommüll aus dem Forschungsreaktor Jülich soll in das Zwischenlager Ahaus. Die radioaktive Hinterlassenschaft steckt in 152 Castor-Behältern. Jetzt ist der dritte dieser Spezialbehälter unterwegs.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Serie von Atommüll-Transporten quer durch Nordrhein-Westfalen wird mit einem weiteren Castor-Behälter fortgesetzt. Im rheinischen Jülich ist am späten Abend ein beladener Schwerlasttransporter gestartet, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Er wird von einem großen Fahrzeugkonvoi begleitet. Ziel ist das etwa 170 Kilometer entfernte Zwischenlager in Ahaus im Münsterland.
Wie bereits bei den ersten beiden Transporten von hochradioaktivem Atommüll am 24./25. März und am 21./22. April geht es auch diesmal um einen einzelnen Castor-Behälter. Die ersten beiden Transporte aus Jülich nach Ahaus waren jeweils ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei begleitet sie jeweils mit einem Großaufgebot.
Einer der insgesamt größten Castor-Transporte seit Jahrzehnten
Insgesamt müssen 152 Castor-Behälter mit dem Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich nach Ahaus gebracht werden. In der Summe handelt es sich damit um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. Die genaue Route geben die Behörden ebenso wie die Termine der Transporte aus Sicherheitsgründen vorher nicht bekannt.
Parallel zu den Castor-Transporten demonstrierten in der Vergangenheit an mehreren Stellen Menschen gegen die Verlagerung des Atommülls quer durch das dicht besiedelte NRW. Auch diesmal gab es mehrere Aktionen gegen den Transport: Bei zwei Versammlungen in Ahaus zählte die Polizei einige Dutzend Teilnehmer, bei zwei weiteren in Jülich jeweils weniger als zehn.
Dem Auftakt der Serie von Transporten waren mehrere Gerichtsentscheidungen vorausgegangen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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