Donald Trump: US-Präsident tobt wegen "Fake"-Umfragen und flippt in Interview aus

Donald Trumps Umfragewerte befinden sich derzeit auf einem historischen Tief. Doch nach Ansicht des US-Präsidenten ist nicht seine Iran-Politik schuld an dieser Misere. Trump ist überzeugt, dass die Umfragen "gefälscht" sind, da die Fragen falsch formuliert wurden. In einem Interview ließ er seiner Wut darüber freien Lauf.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump reagierte in gewohnter Manier auf die Frage von Interviewer Hugh Hewitt. (Foto) Suche
Donald Trump reagierte in gewohnter Manier auf die Frage von Interviewer Hugh Hewitt. Bild: picture alliance:dpa:AP | Uncredited
  • Donald Trump tobt aufgrund von "Fake"-Umfragen
  • US-Präsident echauffiert sich in Interview über manipulierte Fragestellungen
  • Trump erzürnt über vermeintlich "falsch" gestellte Fragen

Von schlechten Umfragewerten will Donald Trump nichts wissen. Wenn es nach dem US-Präsidenten geht, sind jegliche Umfrage-Ergebnisse, die suggerieren, dass das US-Volk mit seiner Iran-Politik unzufrieden ist, "fake". Denn Schuld an einer vermeintlich sinkenden Zustimmung sind nicht seine politischen Entscheidungen, sondern die manipulierten Fragestellungen in den Umfragen.

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Donald Trump tobt aufgrund von "Fake"-Umfragen

Diese Behauptung stellte der US-Präsident jüngst in einem Interview mit dem US-Moderator Hugh Hewitt auf, in welchem sich der Republikaner deutlich über seine vermeintlich schlechten Umfragewerte echauffierte und die Zahlen als manipulativ dargestellt bezeichnete.

Donald Trump echauffiert sich über manipulierte Fragestellungen

Konkret ging es in dem Interview mit Hugh Hewitt um Umfragen, nach denen nur rund ein Drittel der US-Bevölkerung Donald Trumps Iran-Politik unterstützt. Hewitt fragte den US-Präsidenten sinngemäß, ob die Amerikaner die Tragweite des Konflikts überhaupt verstünden. Woraufhin Donald Trump nicht mit einer inhaltlichen Verteidigung der Zahlen reagierte, sondern die Umfragen selbst angriff. Der 79-Jährige behauptete, man könne dieselbe Frage "auf viele verschiedene Arten" stellen und dann kämen ganz andere Zustimmungswerte heraus.

US-Präsident erzürnt über vermeintlich "falsch" gestellte Fragen

Will nach Trump-Logik heißen: Das Problem seien nicht seine Werte, sondern die manipulativ gestellten Fragen. Der US-Präsident behauptete, die Umfrageinstitute würden Fragen so formulieren, dass ein negatives Ergebnis herauskomme. Würden sie stattdessen fragen, ob Amerika und Israel vor einer iranischen Atombombe geschützt werden sollen, sähe die Zustimmung ganz anders aus. Deshalb seien die veröffentlichten 32 Prozent Zustimmung seiner Ansicht nach nicht glaubwürdig.

Dass Donald Trump bei Hugh Hewitts Frage ausflippte, verwundert nicht, denn es entspricht seinem klassischen Verhaltensmuster. Schlechte Daten werden von ihm prinzipiell nicht akzeptiert, sondern deren Legitimität wird infrage gestellt.

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/bosnews.de

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