Donald Trump: Unsittliches Verhalten auf Dienstreise - Secret-Service-Agent blamiert "The Don"

Dieser Vorfall bringt nicht nur den Secret Service, sondern auch Donald Trump in Bedrängnis. Ein Agent des Sicherheitsteams des US-Präsidenten wurde auf einer Dienstreise aufgrund unsittlichen Verhaltens festgenommen. Für die Trump-Administration ein PR-Desaster.  

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Ein Mitglied des Secret Service wurde aufgrund unsittlichen Verhaltens festgenommen. (Foto) Suche
Ein Mitglied des Secret Service wurde aufgrund unsittlichen Verhaltens festgenommen. Bild: picture alliance / Evan Vucci/AP/dpa | Evan Vucci
  • Donald Trump bloßgestellt durch Secret-Service-Agent
  • John Spillman verhaftet wegen unsittlichem Verhalten auf Dienstreise
  • Festnahme des Agenten wird zum PR-Desaster für die Trump-Administration

Er sollte den US-Präsidenten schützen und landete stattdessen in Handschellen: Der Secret-Service-Agent John Andrew Spillman wurde festgenommen, nachdem er Hotelgäste verfolgt und sich vor ihrer Zimmertür entblößt haben soll. Darüber berichtet aktuell das US-Portal "The Daily Beast".

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Donald Trump bloßgestellt durch Secret-Service-Agent

Der Vorfall ereignete sich laut "The Daily Beast" während einer Dienstreise. John Spillman war nach Südflorida gereist, um den Besuch des Präsidenten beim Golfturnier im Trump National Doral abzusichern. Zum Zeitpunkt des Vorfalls soll er sich jedoch nicht im Dienst befunden haben. Sein Einsatz endete offiziell am Sonntag. Man hatte den Secret-Service-Agenten in der Nacht zum Montag (4. Mai) in einem Hotel unweit des Flughafens von Miami festgenommen.

John Spillman verhaftet wegen unsittlichem Verhalten - Opfer flüchteten aus Angst um sein Leben

Der Polizeibericht schildert einen beunruhigenden Ablauf der Ereignisse. Eine Frau gab gegenüber den Ermittlern an, dass der Secret-Service-Agent ihr und weiteren Personen bereits in der Hotellobby aufgefallen sei. Der 33-Jährige habe die Gruppe daraufhin verfolgt, woraufhin diese sich aus Furcht in ihr Zimmer zurückzog. Doch damit endete die Belästigung nicht. Die Betroffenen bemerkten den Secret-Service-Agenten wenig später vor ihrer Zimmertür im sechsten Stock. Die Frau erklärte den Beamten, die Gruppe habe "um ihr Leben" gefürchtet.

Festnahme von Secret-Service-Agent als PR-Desaster für die Trump-Administration

Obwohl der Secret Service betont, dass John Spillman zum Tatzeitpunkt außer Dienst war, bleibt die Situation für die Trump-Behörde heikel. Schließlich befand sich der Beamte auf einer offiziellen Sicherheitsreise und war im Rahmen dieser Mission im Hotel untergebracht. Damit repräsentierte er faktisch weiterhin die Behörde. Die Konsequenzen folgten unmittelbar: Spillman wurde sofort vom Dienst suspendiert. Die Führung des Secret Service reagierte mit deutlichen Worten auf den Vorfall. In einer Stellungnahme bezeichnete die Behörde das mutmaßliche Verhalten als "inakzeptabel" und erklärte, es entspreche nicht den Standards von Professionalität und Integrität der Behörde.

Blamabler Vorfall beim Secret Service - Karriere des Agenten praktisch zerstört

Für den 33-jährigen Secret-Service-Agenten dürfte der Vorfall schwerwiegende berufliche Folgen haben. Derartige Vergehen gelten beim Secret Service als karrierevernichtend. Realistische Szenarien reichen von einem freiwilligen Rücktritt über eine Entlassung nach interner Überprüfung bis hin zur formellen Entfernung aus dem Bundesdienst bei einer Verurteilung. Eine Rückkehr zu sensiblen Schutzaufträgen gilt als nahezu ausgeschlossen.

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