Wladimir Putin: Putin-Tanker in der Ostsee gestoppt – Russlands Schattenflotte in der Falle
In der Ostsee spitzt sich der Konflikt um Russlands sogenannte Schattenflotte weiter zu: Schweden greift erneut durch – und stoppt einen weiteren mutmaßlichen Tanker im Verborgenen-Netzwerk rund um Moskaus Ölgeschäfte.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Schweden hat in der Ostsee den Tanker "Jin Hui" geentert und beschlagnahmt
- Verdacht: Schiff soll zur russischen Schattenflotte gehören und unter falscher Flagge fahren
- Es ist bereits der fünfte Einsatz der schwedischen Behörden in kurzer Zeit gegen verdächtige Tanker
Nächster Dämpfer für Wladimir Putin.Die schwedische Küstenwache hat gemeinsam mit der Polizei am 3. Mai einen Tanker in der Ostsee geentert und beschlagnahmt. Wie "The Kyiv Independent" berichtet, handelt es sich bei dem Schiff um die "Jin Hui", die nach Angaben der Behörden vermutlich unter falscher Flagge unterwegs ist und zur russischen Schattenflotte gehören soll.
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Wladimir Putins Schattenflotte von schwedischer Küstenwache gestoppt
Die Behörden leiteten umgehend Ermittlungen ein. Der Verdacht: Das Schiff erfüllt nicht die erforderlichen Seetüchtigkeitsstandards und verstößt damit gegen geltendes Seerecht. "Schiffe mit mutmaßlichen Mängeln bei der Seetüchtigkeit fahren weiterhin in schwedischen Gewässern. Das ist nicht akzeptabel", erklärte Daniel Stenling, stellvertretender Einsatzleiter der schwedischen Küstenwache.
Fünfte Intervention in wenigen Monaten
Schwedens Premierminister Ulf Kristersson bestätigte den Einsatz noch am selben Tag über soziale Medien. "Das Schiff steht im Verdacht, Teil der russischen Schattenflotte zu sein und unter falscher Flagge zu fahren", schrieb er in einem X-Beitrag. Die "Jin Hui" befindet sich auf den Sanktionslisten der Europäischen Union, Großbritanniens und der Ukraine.
Für die schwedischen Behörden ist es bereits der fünfte derartige Zugriff innerhalb kurzer Zeit. Drei dieser Einsätze konzentrierten sich dabei speziell auf Bedenken hinsichtlich der Seetüchtigkeit. Bereits im März hatten die Behörden die Schiffe "Caffa" und "Sea Owl" unter ihre Kontrolle gebracht.Earlier today, Swedish Coast Guard boarded another vessel in our territorial waters – the fifth intervention in a short period of time.
— Ulf Kristersson (@SwedishPM) May 3, 2026
The vessel is suspected of being part of the Russian shadow fleet and for sailing under false flag. There are also concerns regarding… pic.twitter.com/kSHfPCd4EH
Mit seiner Schattenflotte will Putin internationale Sanktionen umgehen
Russland setzt eine sogenannte Schattenflotte ein, um internationale Strafmaßnahmen gegen seinen Ölhandel zu unterlaufen. Dabei handelt es sich um in die Jahre gekommene Tanker, die häufig nur unzureichend versichert sind. Diese Schiffe transportieren russisches Öl unter Umgehung westlicher Sanktionen zu Käufern weltweit.
Westliche Regierungen beobachten die Aktivitäten dieser Flotte mit wachsender Sorge. Nach Einschätzung der Behörden könnten die Schiffe nicht nur dem Ölschmuggel dienen, sondern auch mit umfassenderen hybriden Operationen Russlands in Europa in Verbindung stehen – darunter Spionageaktivitäten und Drohneneinsätze.
Europa verschärft den Druck auf Moskau
Schweden steht mit seinem Vorgehen nicht allein. Auch andere europäische Staaten haben in den vergangenen Monaten verstärkt gegen Schiffe mit Verbindungen zu Russland durchgegriffen. Frankreich, Deutschland und Italien haben ebenfalls Maßnahmen gegen verdächtige Tanker ergriffen.
Die verstärkte Überwachung des russischen Seeverkehrs zeigt, dass die europäischen Küstenstaaten zunehmend koordiniert gegen die Schattenflotte vorgehen. Die wiederholten Interventionen signalisieren Moskau, dass das Durchschleusen sanktionierter Schiffe durch europäische Gewässer nicht länger unbemerkt bleibt.
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sba/news.de/stg
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