Messerangriff in London: Nach Terrorakt: Debatte über Antisemitismus in Großbritannien

Nach dem Messerangriff in London wächst die Sorge in jüdischen Gemeinden. Die Regierung kündigt mehr Geld für Sicherheit an. Oberrabbiner Mirvis fordert, die Ursachen des Antisemitismus zu bekämpfen.

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Nach dem als Terrorakt eingestuften Messerangriff in London wird über die Sicherheit von Jüdinnen und Juden in Großbritannien diskutiert. Die Regierung kündigte die Investition von weiteren 25 Millionen Pfund (rund 29 Millionen Euro) für weitere Maßnahmen an, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Verstärkt werden soll unter anderem der Schutz rund um Synagogen, Schulen und Gemeindezentren.

Als unmittelbare Maßnahme hatte die Polizei ihre Präsenz im ganzen Land erhöht. In den vergangenen Wochen und Monaten war es in Großbritannien immer wieder zu antisemitischen Angriffen gekommen. Der britische Oberrabbiner Ephraim Mirvis forderte "wirksame Maßnahmen", um die Ursachen des Antisemitismus zu bekämpfen. Premierminister Keir Starmer kündigte an, das Viertel Golders Green so bald wie möglich zu besuchen. Dort liegt der Tatort.

Zwei Männer jüdischen Glaubens im Alter von 76 und 34 Jahren waren bei dem Angriff am Mittwochvormittag verletzt worden. Festgenommen wurde ein 45-jähriger Mann, laut Polizeiangaben ein in Somalia geborener Brite. Die noch relativ neue islamistische Gruppierung Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia reklamierte den Angriff für sich. Die Gruppe war auch bei vorherigen Angriffen im Vereinigten Königreich in Erscheinung getreten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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