Donald Trump: Außenminister könnte übernehmen - Expertin hält Trump für gescheitert

Aus den eigenen Reihen kommt vernichtende Kritik an Donald Trump. Die konservative Kolumnistin Peggy Noonan, einst Redenschreiberin für Ronald Reagan, wirft dem US-Präsidenten vor, gescheitert zu sein.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump ist einer Analystin zufolge "gescheitert". (Foto) Suche
Donald Trump ist einer Analystin zufolge "gescheitert". Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump gescheitert bei der Kommunikation
  • Deshalb schwindet die Zustimmung für Donald Trump
  • Donald Trump sollte sich JFK und Reagan als Vorbild nehmen
  • Außenminister könnte für Donald Trump übernehmen

Die konservative Kolumnistin Peggy Noonan übt in einer Kolumne im "Wall Street Journal" scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump. Die ehemalige Redenschreiberin von Ronald Reagan wirft "The Don" vor, militärische Schritte gegen den Iran eingeleitet zu haben, ohne der Öffentlichkeit jemals eine nachvollziehbare Erklärung dafür zu liefern.

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Donald Trump gescheitert bei der Kommunikation im Iran-Krieg laut Analystin

Noonan bemängelt, dass Trump keine ernsthafte und durchdachte Rechtfertigung für sein Vorgehen vorgelegt habe. Die langjährige konservative Stimme kritisiert dabei nicht nur den US-Präsidenten selbst, sondern auch seinen Vizepräsidenten JD Vance für das Versagen in der Kommunikation.

  • "Wir wissen nicht einmal, einen Monat später, warum jetzt", schreibt Noonan. Der Iran sei seit fast 50 Jahren eine Bedrohung gewesen.
  • Was ist der Plan?", fragt die Kolumnistin. Trump habe die notwendige rhetorische Grundlage nicht geschaffen, die für eine solche Entscheidung erforderlich sei.

Die Kolumnistin betont, dass eine Nation nicht in einen Krieg geführt werden könne, ohne zuvor eine fundierte rhetorische Grundlage zu schaffen. Genau daran sei Trump gescheitert.

Deshalb schwindet die Zustimmung für Donald Trump

Die konservative Kommentatorin sieht in Trumps Unfähigkeit, seine Politik angemessen zu erklären, einen wesentlichen Grund für seine schwindende Zustimmung in der Bevölkerung.

  • Statt einer durchdachten Argumentation gebe es lediglich gelegentliche Ankündigungen hinter einem Rednerpult und spontane Reaktionen bei Pressegesprächen, bei denen der Präsident unvorbereitet antworte.
  • Noonan kritisiert das Fehlen eines ernsthaften Dokuments, das die Notwendigkeit der Militäraktion darlegt.
  • Die improvisierte Kommunikation führe dazu, dass die Bevölkerung niemals beruhigt werde.

 

Donald Trump sollte sich JFK und Reagan als Vorbild nehmen

Noonan zieht zur Veranschaulichung zwei historische Beispiele heran: John F. Kennedys Ansprache während der Kubakrise 1962 und Ronald Reagans Erklärung zur Grenada-Intervention 1983. Beide Präsidenten hätten eine Eigenschaft gezeigt, die bei Trump vollständig fehle: eine disziplinierte, auf Fakten basierende und moralisch ernsthafte Rhetorik, die die Bevölkerung überzeugt habe. Diese Form der Kommunikation sei unverzichtbar, betont die Kolumnistin. 

Außenminister könnte für Donald Trump übernehmen

Sie schlägt vor, dass andere Mitglieder der Regierung die Aufgabe übernehmen sollten, wenn Trump dazu nicht in der Lage sei. Falls weder der Präsident noch sein Stellvertreter eine aufrichtige und überzeugende Begründung liefern könnten, solle vielleicht der Außenminister (in diesem Fall Marco Rubio) diese Rolle übernehmen, so Noonans Vorschlag.

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