Angriff auf Jungenschule: Bericht über neue Siedlergewalt: Zwei Palästinenser getötet

Den israelischen Sicherheitskräften wird immer wieder vorgeworfen, sie gingen nicht entschlossen genug gegen Siedlergewalt vor oder stellten sich sogar auf die Seite der aggressiven Siedler.

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Zwei Palästinenser sind nach palästinensischen Angaben im besetzten Westjordanland von israelischen Siedlern erschossen worden. Ein 14-jähriger Schüler und ein 32-Jähriger seien bei dem Vorfall in der Ortschaft al-Mughajir nordöstlich von Ramallah getötet worden, bestätigte das palästinensische Gesundheitsministerium. Drei weitere Menschen seien durch Schüsse verletzt worden. Die Siedler hätten eine Jungenschule in dem Ort attackiert, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Dies bestätigte auch der Dorfrat in al-Mughajir. Ein israelischer Armeesprecher sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor mehr als zweieinhalb Jahren ist es auch im besetzten Westjordanland zu einem deutlichen Anstieg von Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser und ihren Besitz gekommen. Es ist auch in israelischen Medien immer häufiger die Rede von "jüdischem Terror".

Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte die Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser im März als "moralisch und ethisch inakzeptabel" verurteilt. Den israelischen Sicherheitskräften wird immer wieder vorgeworfen, sie gingen nicht entschlossen genug gegen das Phänomen vor oder stellten sich sogar auf die Seite der aggressiven Siedler.

Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700.000 israelische Siedler. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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